Back in Singapur – Goodbye Asia

Gut, dass wir auf Anthony gehört haben. Die Cameron Highlands waren wirklich eine Reise wert gewesen. Kuala Lumpur hat dagegen bei uns nicht gerade punkten können. Zum Glück waren wir auch nur für eine Nacht dort – in einem schäbigen Hostel, in dem wir nicht mal duschen wollten. Man muss dazu sagen, dass es zwischenzeitlich auch noch ganz schön geschüttet hat, sodass die Stadt vielleicht auch nicht die Möglichkeit hatte, sich bei uns von seiner besten Seite zu präsentieren. Hinzu kam der anhaltende Haze.

Gerade nochmal Schutz vor dem Wolkenbruch gefunden.
Gerade nochmal Schutz vor dem Wolkenbruch gefunden.

Die wichtigsten Highlights haben wir uns aber doch angeschaut – den Fernsehturm und natürlich die Petronas Towers.

Da muss Kathrin sich ganz schon recken :)
Ganz schön hoch die Petronas Towers.

 

Aber wegen der Dunstglocke über der Stadt haben wir uns den Blick von oben gespart. Positiv überrascht waren wir über die Möglichkeit der schnellen und einfachen Erkundung der Stadt mithilfe der „GO KL“ Busse: ein kostenloses Angebot, mit dem man im „Hop on Hop off“ Stil durch Kuala Lumpur fahren kann.

Trotzdem waren wir froh, als es mit dem Bus zurück nach Singapur ging, um dort unsere letzten Tage in Asien zu verleben. Der Fahrtpreis war ein echtes Schnäppchen. Es sollte sich aber noch zeigen warum. Obwohl als durchgehende Fahrt nach Singapur von uns gebucht, hielten wir zunächst in Johor – eine Stadt nahe der Grenze. Plötzlich verließen alle Reisenden außer uns und zwei ebenfalls verdutzten Niederländern den Bus – Ende der Fahrt! Nach etwas Verwirrung führte uns der Busfahrer zu einem Schalter am Busbahnhof und drückte uns neue Tickets in die Hand. Es stellte sich heraus, dass die Busgesellschaft einen nur bis an die Grenze transferiert und das letzte Stück nach Singapur durch Linienbusse abgedeckt wird. An sich ja kein Problem, wenn man als Reisender auch darüber informiert wird, dass man den Bus wechseln muss. An der Grenzkontrolle von Singapur war unser neuer Bus dann auf einmal auch verschwunden. Ein weiteres Mal stellte sich zum Glück heraus, dass man einfach den nächsten Bus nehmen konnte, der in regelmäßigen Abständen verkehrt. Wir wurden zwar nicht an der beim Kauf der Tickets vereinbarten Busstation rausgelassen, aber auch das gehört wohl zum Nachteil von günstigen Bustickets. Fragt man sich nur warum man nicht vorab darüber informiert wird. Für uns war es also zunächst etwas verwirrend, aber letztendlich nicht schlimm, da wir auch so unsere Unterkunft erreicht haben und nicht unter der Brücke schlafen mussten.

Schließlich waren wir dann „back in Singapur“ – was für ein Kontrast! Dieses Mal hatten wir uns für ein Hostel in Chinatown entschieden. Das Gebiet liegt nahe dem Financial District und der Marina Bay mit dem berühmten Marina Bay Sands Hotel. Hier waren wir umgeben von sauberen und breiten Straßen, viel weniger Hektik, klarerer Luft und einfach einer viel angenehmeren Atmosphäre als in Kuala Lumpur. Erstmal ging es schnell ins Hostel. Hier fanden wir das gleiche Kontrastprogramm vor: sauber, freundlich, hell. Ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zur Absteige in Kuala Lumpur. Wir sprangen also schnell unter die Dusche und fühlten uns wieder frisch wie am ersten Tag 🙂

Die letzte Zeit in Asien verbrachten wir recht entspannt. Wir erkundeten zu Fuß einige Ecken in Singapur und waren mit der modernen Metro (MRT) unterwegs. So sahen wir u.a. den Botanischen Garten, in dem uns verschiedene Tiere begegneten (Echsen, wunderschöne Schmetterlinge, bunte Vögel und sogar auch Eichhörnchen 🙂 ).

Ein entlaufenes Haustier?
Ein entlaufenes Haustier?
Scrat hat seine Nuss gepackt - mal sehen wie lange noch ;)
Scrat hat seine Nuss gepackt – mal sehen wie lange noch 😉

Besonders beeindruckt waren wir von Little India. Man kommt aus der Metrostation und plötzlich hat man das Gefühl in Indien zu sein: auf einmal sind die Straßen gefüllt von Indern in bunten Sari , es gibt haufenweise Stoff- und Schmuckläden und man fühlt sich ein bisschen wie in einer anderen Welt. Wahrscheinlich wirkt alles so authentisch, weil die einheimischen Inder hier auch wirklich leben. Es ist also kein Ort, der für Touristen erschaffen wurde. Chinatown dagegen ist typisch touristisch mit seinen Lampions, Souvenirläden mit aller Hand Kitsch und vielen Essensständen. Natürlich verschafften wir uns auch einen Eindruck von Marina City, dessen Land mal wieder dem Meer abspenstig gemacht wurde. Das Bankenviertel und Marina Bay bieten einen traumhaften Anblick, vor allem nachts mit all den Lichtern! Auf Empfehlung landeten wir mitten zwischen den Wolkenkratzern auf einem Straßen Food Court. Hier gab es Essen aus allen Ecken Asiens und an ein paar Ständen versuchte man auch uns westliche Küche zu verkaufen. Schon interessant, die asiatische Interpretation von italienischer Pizza. Wahrscheinlich in etwa genauso wie die deutsche Variante einer Pekingente.

Food Court inmitten der Wolkenkratzer des Financial District.
Food Court inmitten der Wolkenkratzer des Financial District.

Mit Essen gestärkt, wollten wir schließlich den letzten Abend auf einer Rooftop Bar ausklingen lassen. Also warfen wir uns so gut es unsere Backpacker-Rucksäcke zuließen in Schale. Schließlich hatten wir Großes vor: die Stadt bei Nacht von GANZ oben sehen! Und so landeten wir im 1-Altitude – eine Bar unter freiem Himmel im 63. Stockwerk in luftigen 282 m Höhe. Wahrscheinlich die höchste Freiluftbar der Welt. Es war ein Wahnsinns-Ausblick auf das nächtliche Singapur! Und das Marina Bay Sands Hotel wirkte auf einmal ziemlich mickrig. Aber seht selbst…

Blick auf das kleine Marina Bay Sands :)
Blick auf das kleine Marina Bay Sands 🙂

Auf der Roof Top Bar 1-Altitude.
Auf der Roof Top Bar 1-Altitude.

Mittlerweile sitzen wir im Flieger nach Australien und die Reise geht nach Perth. Zudem ist unsere Gruppe etwas geschrumpft – für uns geht es nun zu zweit weiter und Christian ist zurück auf dem Weg nach Deutschland.

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Abschied am Flughafen von Singapur.

Zeit ein kleines Fazit unserer ersten großen Etappe – Asien – zu ziehen. Interessant und abwechslungsreich war es hier: große Städte, Wolkenkratzer, Sonne, Strand und Meer, Dschungel, Wasserfälle, einsame Inseln, stickige Großstadthitze und kühles Bergland haben wir erlebt. Und natürlich auch leider jede Menge Haze. Dafür gab es viele freundliche und hilfsbereite Menschen, die uns fast immer vertrauensvoll weitergeholfen haben. Aber wir mussten tatsächlich erst einmal lernen, nicht hinter jedem Angebot oder Tipp selbstsüchtige Absichten des Gegenübers zu vermuten. Bestes Beispiel ist unsere Ankunft in Melaka. Wir hatten uns Name und Adresse eines Hostels herausgesucht. Uns bereits in der Nähe unseres Ziels suchend umschauend sprachen uns Einheimische auf der Straße an, wo wir denn hin wollen. Wir nannten unser Hostel und sie führten uns zu einem nahe gelegenen Eingang, dessen Name definitiv nicht unserem gesuchten Hostel entsprach. Auf Nachfrage versicherten sie uns, dass die beiden Unterkünfte zusammengehören. Wir waren skeptisch und so führten sie uns weiter zu unserem eigentlichen Ziel. Die Rezeptionistin dort freute sich über unseren Besuch meinte jedoch, dass wir zur Buchung leider woanders hin müssen. Und wo landeten wir? Im selben Eingang, den uns zuvor bereits die Einheimischen gezeigt hatten. Die beiden Hostels gehörten also tatsächlich zusammen. Unsere Zeit in Asien war ein guter Einstieg in unsere Reise mit interessanten Erfahrungen und Unternehmungen. Und trotzdem freuen wir uns nun sehr auf Australien. Denn eins haben wir festgestellt – auf Dauer ist Asien nichts für uns, leben und arbeiten können wir uns hier nicht vorstellen. Vor allem angesichts der eher weichen, suppigen Speisen mit viel Reis und Nudeln, wobei man immer aufpassen muss, dass es am Ende nicht doch zu scharf ist, freuen wir uns bereits auf Abwechslung. Wir haben viele liebenswerte und offene Menschen getroffen (z.B. Alvin, Anthony und Brad) und mit Ihnen fast ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Man ist hier sehr willkommen und vielleicht kehren wir ja irgendwann zu einem Inselurlaub nach Langkawi oder einer ausgiebigen Trekking-Tour in die Cameron Highlands zurück!?

Aber jetzt machen wir uns erstmal eine schöne Zeit in Australien!

Bis bald

Kathrin & Matthias

Malaysia – erste Sommerbräune getankt

Da wir in Deutschland diesen Sommer keine Gelegenheit hatten uns ausgiebig in der Sonne zu aalen, haben wir das jetzt einfach nachgeholt. Der nächste Tag auf Langkawi stand ganz im Zeichen von Sonne, Strand und Meer! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen 🙂

 

Einsamer Strandspaziergang.
Einsamer Strandspaziergang.

 

Einzigartige Strandnixe auf Langkawi gesichtet :)
Einzigartige Strandnixe auf Langkawi gesichtet 🙂

 

Den folgenden Tag wollten wir dann aber wieder nutzen um etwas von der Insel zu sehen. Auf Langkawi gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse sondern man bewegt sich mit dem Taxi von A nach B. Wem das zu unflexibel und teuer ist, der fährt Moped! Die Entscheidung sich einen Roller zu leihen, fiel vor allem bei dem unschlagbaren Preis von 30 Ringgit  (umgerechnet ca. 6,30 € ) für 24 Stunden nicht schwer. Einen Liter Sprit gab es übrigens für ca. 0,40 €. Vielleicht sollten wir besser hier bleiben?

 

Startklar zur Moped-Tour
Startklar zur Moped-Tour.

 

Früh ging es also los zum Oriental Village. Es sah ganz anders aus als erwartet und viel los war gegen 10 Uhr auch noch nicht. Wir haben sowieso feststellen müssen das es in Malaysia gar nicht so einfach ist vor 9 Uhr Frühstück zu bekommen. Aber bisher mussten wir nie hungern.
Das Dorf liegt übrigens am Fuße des Mount Mat Cincang – mit stolzen 705m immerhin der zweithöchste Berg von Langkawi. Es gibt eine Gondel die über eine Zwischenstation auf 652,5m bis zum Gipfel führt. Dort oben gibt es auch eine 125m lange Sky Bridge. Sie gehört zu den längsten gebogenen Fußgänger-Brücken der Welt.
Nachdem wir genug vom Dorf hatten, das doch mehr eine Art kleiner Freizeitpark mit lauter “Touri-Attraktionen” war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Seven Wells Wasserfall. Wir entdeckten einen kleinen Pfad durch den Regenwald und folgten der Beschilderung. Über zahlreiche Stufen ging es immer steil bergauf. Aber ein Wasserfall muss ja auch irgendwie von oben beginnen. Irgendwann sahen wir neben uns die Gondel und dachten nur – man muss das ein hoher Wasserfall sein. Wir hatten gelesen, dass man 638 Stufen erklimmen muss. Die hatten wir jedoch längst überschritten. Wir wollten unser Ziel aber unbedingt erreichen, denn in dem Wasserfall sollte man auch Baden können und eine Abkühlung war uns allen nur recht. Also ging es weiter steil bergauf. Irgendwann mussten wir uns dann doch eingestehen, dass wir wohl irgendwo eine Abzweigung verpasst hatten. Es wurde mittlerweile auch schon echt frischer und man hörte die Gondelanlage immer näher. Die Vermutung vielleicht bei der Zwischenstation zu landen bestätigte sich. Plötzlich standen wir direkt davor. Die verdutzten Mitarbeiter konnten sich nicht erklären wie wir hier oben gelandet waren. Sie wussten gar nicht dass es einen Weg gibt. Da wir nun eh einmal oben waren und für die Fahrt nach unten den vollen Preis zahlen mussten (nur Talfahrt gab es nicht wahrscheinlich weil keiner so blöd ist bei der Hitze bis hoch zu laufen), fuhren wir noch bis ganz auf den Gipfel. Leider lag alles im Nebel sodass man eigentlich nicht wirklich was sehen konnte. Unsere Ausblicke von der Wanderroute waren da um einiges besser gewesen. Es hatte sich also wenigstens gelohnt!

Unser eigentliches Ziel haben wir dann aber doch noch erreicht. Allerdings mit Hilfe der Mopeds. Und es war großartig! Wir hätten Tage in dem klaren, kühlen Nass verbringen können. Das hatten wir uns nach der schweißtreibenden Klettertour redlich verdient 🙂   

 

Nach einem kühlen Bad in den Seven Wells Wasserfällen
Nach einem kühlen Bad im Seven Wells Wasserfall.

 

Für den nächsten Tag hatten wir eine Jetski Tour geplant. Total genial. Nur wir drei zusammen mit zwei Guides düsten wir ab durchs Meer. Wir besuchten einsame Inseln, konnten schnorcheln und hatten jede Menge Spaß. Zudem lernten wir auf der Lion Island Brad kennen, der uns spontan über die wundervolle Insel führte. Es gab wieder einen Wasserfall indem man baden konnte und wir sahen die atemberaubende, unberührte Natur. Bei Gitarrenklängen, Gesang und mit einem Drink in der Hand ging die Tour dem Ende zu. Wir würden es jederzeit wieder machen!

 

Kathrin startet ihren Jetski
Kathrin startet ihren Jetski.

 


Schließlich wurde es Zeit Langkawi zu  verlassen und Anthonys Rat zu befolgen in die Cameron Highlands zu fahren. Also ab nach Tanah Rata. Die Landschaft ist hier echt beeindruckend. Und aufgrund der höheren Lage ist es auch viel kühler als im Rest von Malaysia, den wir bisher bereist haben. Hier ist ein echt erholsamer Schlaf möglich, wären da nicht die Muezzin, die spät abends und morgens bereits um fünf zum Gebet rufen.
Wir besichtigten die Teeplantagen, wanderten durch den Mossy Forest, besuchten eine Erdbeerfarm und genossen die Natur. Zwischendurch könnte man fast denken, in Holland gelandet zu sein, ob der großen Salat- und Blumenfelder. Die Cameron Highlands gehören zu den weltweit größten Produzenten in diesem Metier. In jedem Fall sind sie eine Reise wert. Nur leider regnet es hier auch oft.

 

In den Cameron Highlands
In den Cameron Highlands.

 

Aussicht über die Teeplantagen der Cameron Highlands.
Aussicht über die Teeplantagen der Cameron Highlands.


Um nicht einen ganzen Tag im Bus verbringen zu müssen und uns selbst ein Bild von der Stadt machen zu können, ging es dann doch noch für einen kurzen Zwischenstopp nach Kuala Lumpur. Wie es uns dort gefallen hat, lest ihr in unserem nächsten Eintrag…

Malaysia – die ersten Tage im „Haze“

Erstmal vorweg: Leider gibt es erst jetzt Neuigkeiten von uns, da wir Probleme mit dem Internet hatten. Weiterhin arbeiten wir noch daran, Fotos größer und in besserer Qualität hochzuladen, mal schauen wann es soweit ist.

Die Tage vergehen wie im Flug. Man könnte meinen die Zeit dreht sich in Malaysia noch schneller als in Deutschland.

Nachdem das Glück auf unserer Seite war und wir keine nächtlichen Zuwanderer in unserem Hostelzimmer in Singapur erhielten, ging es am nächsten Morgen zeitig los zur Busstation. Wir waren überrascht über unseren luxuriösen Bus – die Sitze ließen sich fast in Liegeposition stellen.

 

Äußerst komfortabel, diese malaischen Busse!
Äußerst komfortabel, diese malaischen Busse!

 

Die Klimaanlage war zwar etwas kalt eingestellt, aber das scheint ja schon fast eine Art Wettbewerb der wärmeren Länder zu sein – wer schafft den größten Unterschied zwischen Außentemperatur und klimatisierten Innenräumen? Bisher ist unser persönlicher Gewinner jedoch noch die Metro in Dubai. Mit Pulli und Jacke ließ es sich aber dann im Bus aushalten. Nach erfolgreicher Grenzkontrolle durften wir nach Malaysia einreisen. Nach ca. 4 Stunden Busfahrt erreichten wir unser Ziel – Melaka – die älteste Stadt von Malaysia! Da sich der Busbahnhof etwas abseits der Innenstadt befand, gönnten wir uns gleich mal unsere erste „Teksi“-fahrt. Der Taxifahrer war begeistert endlich Kunden zu haben, denn er wollte eh noch einen Kumpel in die Stadt bringen. So kamen wir also sehr gelegen.

Nachdem wir uns ein Hostel gesucht hatten, erkundeten wir etwas die Stadt und entdeckten schließlich ein gemütliches Straßencafé am Fluss, wo wir uns verschiedene asiatische Gerichte auftischen ließen. Mit gut gefülltem Magen und noch immer einer großen Portion Müdigkeit im Gepäck war der Plan zeitig ins Bett zu gehen. Doch bei der Recherche einiger Fakten über Melaka lernten wir im Common – Room des Hostels Alvin kennen – ein Malaie, der eigentlich in Penang wohnt, aber gerne Zeit in Melaka verbringt. Er kannte sich also fast so gut aus wie ein Einheimischer und war voller Enthusiasmus, was man in der Stadt alles gesehen und gemacht haben muss. Kurzentschlossen ging es also wieder nach draußen und wir machten einen erneuten Spaziergang durch Melaka – dieses Mal jedoch in Dunkelheit. Wir lernten, dass unser Hostel und die Umgebung vor ca. 15 Jahren noch Teil des Meeres waren. Hier hat es also in den letzten Jahren riesige Landgewinnung gegeben. Zudem war Melaka früher eine große Hafenstadt mit regem Handel und wurde u.a. von den Portugiesen, Holländern und zuletzt von den Briten erobert. Unsere Tour führte uns vorbei an der Porta de Santiago (dem letzten Überbleibsel der portugiesischen Festung „A Famosa“), auf den St. Pauls Hills und wieder hinab in die Stadt zur Jonker Street – eine am Wochenende sehr belebte Straße aufgrund des dort stattfindenden Nachtmarktes. Aber diesen wollten wir uns dann doch lieber für den nächsten Abend aufheben. Dass Alvin nicht doch eher Japaner ist, konnten wir nur schwer glauben – überall mussten wir uns für ein Foto positionieren und das Ganze auch gleich noch mit zwei Kameras festhalten. Hier eine kleine Auswahl – doch leider ließ die Menge an Fotos auch die Qualität sinken…

 

Mit Alvin am Clock Tower in Melaka.
Mit Alvin an der Queen Victoria’s Fountain in Melaka.

 

So weit gereist und doch in Holland gelandet...
So weit gereist und doch in Holland gelandet???

 

Endlich im Bett liegend, stellten wir erschrocken fest, dass wir schon vor dem Nacht Walk durch Melaka Alvins Einladung zum Mittagessen für den nächsten Tag angenommen hatten. Er wollte für uns etwas typisch Chinesisches kochen. Also begann der nächste Tag statt mit einem entspannten Frühstück am Fluss mit Suppe aus gekochten Hühnerfüßen (die natürlich noch mit drin lagen) und medium-scharf gebratenem Reis, der es dennoch in sich hatte. Natürlich brachte Alvin auch noch einen großen Teller Reis mit „Originalschärfe“ – nur zum Probieren versteht sich. Wer uns kennt, weiß bestimmt, wer sich bei dieser Art von Frühstück dezent im Hintergrund gehalten hat 🙂

Den Rest des Tages, von dem gar nicht mehr so viel übrig geblieben war, verbrachten wir mit Sightseeing (u.a. besichtigten wir einen wunderschönen Sultanspalast) und dem noch ausstehenden Walk durch die Jonker Street. Hier probierten wir uns kulinarisch ein wenig durch die Straßenstände. Die Preise für einheimisches Essen und Trinken sind hier im Vergleich echt unfassbar günstig. Unser erstes Abendessen hatte uns umgerechnet knapp 7 Euro gekostet – und zwar für alle drei zusammen inklusive Getränke!

Wir hatten Glück, dass wir Melaka am Wochenende erleben durften. Dadurch herrschte ein buntes Treiben: die Rikscha-Fahrer hatten Hochsaison und so waren die Straßen schnell voll mit dichtem Gedränge!

 

"Frozen" war das Motiv schlechthin für Rikschas in Melaka.
“Frozen” war das Motiv schlechthin für Rikschas in Melaka.

 

Wie leer die Stadt an einem Montag ist, erfuhren wir am nächsten Tag. Bevor wir unsere Weiterreise antraten, wollten wir noch das Frühstück am Fluss nachholen. Doch wir mussten feststellen, dass um 8.30 Uhr noch keine Cafés geöffnet haben. Also ging es direkt zur zentralen Busstation und wir lösten die nächste Fahrt nach Butterworth…

Nach über 8 Stunden Busfahrt und einer kleinen Fährfahrt erreichten wir George Town. Im Gegensatz zu Melaka stellten wir hier schnell fest, dass wir nicht die einzigen Backpacker sind. Hier handelt es sich vergleichsweise um eine Touristenhochburg. Müde und hungrig von der langen Fahrt warfen wir unsere Rucksäcke im Hostel ab und suchten gleich die nächste „Straßenküche“ auf. Es gab Wan Tan Mee – und beim Essen lernten wir gleich den nächsten Einheimischen kennen – Anthony. Ein netter Malaie, der uns davon abriet, unsere Zeit in Kuala Lumpur zu „verschwenden“ und lieber unseren Plan zu fokussieren einen Abstecher in die Cameron Highlands zu machen. Wir werden sehen wie es ausgehen wird… Mit den Malaien in Kontakt zu kommen, scheint also nicht besonders schwierig zu sein und funktioniert am besten übers Essen! 😉

Anschließend gingen wir noch etwas ziellos durch die Straßen und stolperten in bunte Zeremonien und Tempelanbetungen. Alles sah nach einer Art chinesischem Volksfest aus. Wir haben noch nicht ganz rausfinden können, um welches Event es sich genau handelt. Vielleicht kann uns ja jemand weiterhelfen?

 

Chinesische Räucherstäbchen?
Chinesische Räucherstäbchen?

 

Auf dem Weg zurück ins Hostel faszinierte uns ein Live-Musiker mit seinem Gesang, sodass wir in einer Bar bei guten Cocktails und Bier versackten. So war es mal wieder ganz schön spät geworden. Also beschlossen wir spontan noch eine Nacht in George Town zu bleiben.

 

Ein leckerer Cocktail :)
Entspannen bei Live-Musik und einem leckeren Cocktail 🙂

 

Den folgenden Tag nutzen wir den Hop-on Hop-off Bus. Kurz vor der Station „Botanischer Garten“ fing es an richtig zu schütten. Wir beschlossen trotzdem auszusteigen, denn ein schlauer Kopf der Gruppe meinte, dass es nur ein kurzer Schauer sein wird (Namen werden hier aus Rücksicht auf Diskretion nicht genannt). Der Regen hielt dann doch den ganzen Tag bis in die Nacht hinein an – so können sich auch schlaue Köpfe täuschen. Dennoch machten wir das Beste draus und spazierten durch den Botanischen Garten. Dafür bekamen wir am Ende sogar noch eine spontane „Affenshow“ zu sehen.

 

So tragen malaische Affen ihre Babies.
Auch die Affenmami mit Baby war mit von der Partie.

 

Nicht aufzuhalten, stiegen wir auch beim Kek-Lok-Si Tempel aus – der größte buddhistische Tempel Malaysias und sehr eindrucksvoll, auch bei Regen!

 

Ein Bereich des Kek-Lok-Si Tempels von oben.
Ein Bereich des Kek-Lok-Si Tempels von oben.

 

Buddhistische Pagode.
Buddhistische Pagode.

 

Wir beide oben auf der Pagode.
Wir beide oben auf der Pagode.

 

Irgendwann waren wir aber wirklich pitschnass und sogar am Frieren – erst recht als es mit dem Bus und hochgefahrener Klimaanlage zurück zum Hostel ging… Aber wir sind nicht erfroren, und so nahmen wir am  nächsten Morgen die Fähre nach Langkawi. Das Wetter ist nun wieder auf unserer Seite, darum gab es auch gleich ein paar Stunden am Strand – fast menschenleer und das Wasser „pupswarm“.

Viel los scheint hier momentan nicht zu sein. Man muss dazu sagen, dass Malaysia momentan im „Haze“ liegt. In Indonesien wurden illegal Brände gelegt, um Flächen für die Landwirtschaft zu schaffen. Das hat insbesondere in den letzten Tagen auch den Flugverkehr in Malaysia lahmgelegt, da die Flugzeuge vom Radar nicht mehr erkannt werden konnten (so berichtete die Frau vom Verkauf der Fährtickets). Wir lernen das Land also anscheinend nicht in seiner vollen Pracht kennen. Zu Beginn dachten wir gerade bei Melaka, dass es hier normal sei, dass man den Himmel nicht sieht. Aber heute konnten wir schon mal einen Blick auf ein paar Wolken und sogar die Sonne erhaschen. In Kuala Lumpur wurden wegen dem Smog wohl auch Mitte September kurze Zeit Schulen geschlossen und es gibt vermehrt Probleme mit Atemwegserkrankungen. Wir sind gespannt, was es bei uns für Auswirkungen geben wird!? Bislang geht es uns allen gut und die Luft ist auch noch nicht knapp geworden.

In Singapur angekommen

Wir haben es tatsächlich noch geschafft alles Notwendige zu erledigen. Und am Ende gab es sogar fertig gepackte Rucksäcke!

Die Rucksäcke sind gepackt.
Das Ränzlein… – ach nee, die Rucksäcke sind gepackt.

Also ging es nach einer kurzen Nacht ab nach Frankfurt.

Abflugbereit am Frankfurter Flughafen.
Abflugbereit am Frankfurter Flughafen.

Dort übten wir uns gleich im Self-Boarding – man weiß ja nie in welchen Ländern man das noch gebrauchen kann und dann ging es auch schon los.

 

Und Tschüss :)
Und Tschüss 🙂

Damit wir nicht von Anfang an auf uns allein gestellt sind, begleitet uns in der ersten Zeit in Singapur und Malaysia noch Matthias Bruder Christian.

 

Matthias Bruder Christian begleitet uns in Singapur und Malaysia.
Auf geht’s – zunächst zu dritt.

Nachdem wir mit etwas Verspätung in Frankfurt gestartet sind, verkürzte sich unser Zwischenstopp in Hong Kong auf unter eine Stunde. Und damit nicht alle auf uns warten mussten, wurden wir kurzerhand vom Gate abgeholt und zum neuen Abfluggate gebracht. Was für ein Service 🙂 Leider ist es uns nicht gelungen die Zeit im Flieger zum Schlafen zu nutzen – und das lag übrigens nicht am Entertainementprogramm der Airline.

Nach über 14,5 h reiner Flugzeit sind wir dann endlich in Singapur gelandet. Und gleich der erste Schreck – nur ein Rucksack war auf dem Gepäckband zu finden. Wir hatten schon damit gerechnet, dass es aufgrund der sehr kurzen Umstiegszeit in Hong Kong vielleicht zu Problemen mit dem Gepäck kommen könnte, aber wenn es EIN Rucksack schafft, dann ja wohl ALLE! Und so war es dann zum Glück auch. Die anderen zwei Rucksäcke hatte schon jemand (freundlicherweise) neben das Gepäckband gelegt. Also alles angekommen!

Etwas schlaftrunken haben wir uns dann den Weg zum Hostel gesucht und hier lässt es sich auf jeden Fall aushalten. Momentan haben wir noch ein 8-Bett-Zimmer zu dritt. Hoffen wir mal, dass das für diese Nacht so bleibt. Da wir beschlossen haben, dass Singapur zunächst nur unsere “Transitzone” nach Malaysia ist, sind wir gleich nochmal losgestiefelt und haben einen Bus für den nächsten Tag gebucht. Danach gab es noch einen kurzen Stop im Food Court. Hier versuchten wir uns gleich an der heimischen Küche, wählten aber zunächst nur die Medium-Schärfe. Zum Glück – denn das war feurig genug!

Food Corner in Singapur - Nasi Goreng medium - trotzdem ganz schön scharf! Puh!
Food Court in Singapur – Nasi Goreng medium – trotzdem ganz schön scharf! Puuuuh!

So nun schnell schlafen, damit wir fit sind für die Reise nach Malaysia. Nach Singapur werden wir dann in ca. 2 Wochen zurückkehren….

Bis bald

Kathrin & Matthias