Neuseeland – Abenteuer auf der Nordinsel

“Windy Wellington” – die Stadt machte ihrem Spitznamen alle Ehre. Das merkten wir u.a. daran, dass uns die Sahne vom Kuchen wegwehte bevor wir überhaupt eine Chance hatten mit dem  Essen anzufangen. Die Möwen freuten sich drüber und ließen es sich schmecken.

Diese Tiere fressen wirklich alles!
Diese Tiere fressen wirklich alles!

Ansonsten ist Wellington echt ein niedliches Städtchen mit ca. 350.000 Einwohnern. Hauptstadtfeeling kam hier mal wieder nicht auf, aber das brauchen wir ja auch nicht.

Da es wichtig ist sich in einer neuen Stadt erstmal einen Überblick zu verschaffen, ging es mit dem Cable Car nach oben zum Kelburn Lookout. Von hieraus schlenderten wir durch den Botanischen Garten und den Lady Norwood Rosengarten bis zurück in die Stadt.

Im Lady Norwood Rosengarten in Wellington.
Im Lady Norwood Rosengarten in Wellington.

Hier mussten wir natürlich auch einen Blick auf das Wahrzeichen – den Bienenstock – ein Gebäude des Parlaments, werfen. Da es zum Glück nicht regnete, nahmen wir auch an keiner Führung teil.

Wellington's Bienenstock.
Wellington’s Bienenstock.

Ein Highlight war noch unser Besuch im Nationalmuseum Neuseelands, dem Te Papa Tongarewa. Hier konnten wir uns auf interaktive und multimediale Weise über die Kunst- und Kulturgeschichte der Maori, der Kolonialzeit und der Gegenwart sowie die einzigartige Natur des Landes fortbilden.

Matthias beim Versuch einen Teil des inneren Erdkernes zu heben.
Matthias beim Versuch einen Teil des inneren Erdkernes zu heben.

Den Abend verbrachten wir dann bei einer Runde Bingo und leckeren Magheritas in einem Pub.

Am nächsten Morgen war es wieder Zeit mit dem Camperleben zu starten. Dieses Mal erwartete uns im Vergleich zu Westaustralien ein neueres Modell.

Unser zu Hause in Neuseeland :)
Unser zu Hause in Neuseeland 🙂

Das Wetter entschied für uns den Tag lieber fahrend im Auto zu verbringen. Wir sichteten die ersten saftig grünen Hobbit-Hügel und freuten uns, dass wir bei diesem Dauerregen nicht mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Saftiggrüne Hobbithügel.
Saftiggrüne Hobbithügel.

Wir fuhren den Forgotten World Highway entlang, der uns gar nicht soo vergessen vorkam. Vom Nevins Lookout konnten wir schon einen ersten Blick auf unser eigentliches Ziel – die Berge des Tongariro National Parks – erblicken. Dort angekommen machten wir unsere erste Basislager-Erfahrung. Wir wollten uns zum Tongariro Alpine Crossing aufmachen. Doch zunächst hieß es am Fuße der Berge ausharren bis das Wetter besser wird. Und das bei nächtlichen Minus-Graden!!! Im Frühling! Es dauerte eine Weile bis wir die richtige Kombination aus Klamotten, Schlafsack und Decke gefunden hatten, um einigermaßen sicher zu sein nicht zu erfrieren. Auf diese Temperaturen waren wir zugegebenermaßen nicht vorbereitet. Also nutzten wir die Zeit, um unser Equipment um ein Paar Handschuhe und dicke Socken aufzustocken.

Erfolgreiche Shoppingtour!
Erfolgreiche Shoppingtour!

Zudem gab es schon mal einen kleinen Probewalk zum Taranaki Wasserfall.

Vor dem Taranaki Wasserfall.
Vor dem Taranaki Wasserfall.

Dann konnte es endlich losgehen. Bei morgendlichen 0 Grad klingelte der Wecker. Das Warten hatte sich gelohnt – vor uns lag wolkenlos das Tongariro Massiv. Der Nachteil war natürlich, dass wir nicht die einzigen gewesen waren, die darauf verzichtet hatten bei 60 km/h Windgeschwindigkeit die Tour zu beginnen. Darum glich das Alpine Crossing zunächst einer Völkerwanderung. Um den Menschenansammlungen etwas zu entgehen, entschieden wir uns einen Abstecher auf den Gipfel des noch aktiven Vulkans Mt Ngauruhoe (2290m), den ihr alle als Schicksalsberg aus Herr der Ringe kennt, zu machen. Dieser Aufstieg gestaltete sich aufgrund des losen Gerölls, das unter unseren Füßen wegrutschte anspruchsvoller als das eigentliche Alpine Crossing. Dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt und die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel liefen wir sogar im Schnee. Das wir auf unserer Reise dem Schnee so nahe kommen, hätten wir auch nicht gedacht. 🙂

Ziel erreicht! - auf dem Gipfel des Mt. Ngauruhoe.
Ziel erreicht! – auf dem Gipfel des Mt. Ngauruhoe.

Unsere Erfahrung auf Skiern half uns den Abstieg elegant und schnell im Moonwalk Style zu vollführen. Videos dazu gibt es spätestens nächstes Jahr bei einer privaten Vorstellung oder im Kino falls wir doch einen Blockbuster daraus machen. 😉

Durch unseren extra Trip hatten sich die Menschen auf der eigentlichen Wanderroute gut verteilt. So war es uns auch möglich um kurz nach drei den spontanen Entschluss zu treffen den Bustransport zurück zum Auto um 16 Uhr zu schaffen. Die nächste Möglichkeit hätte es erst 1,5 h später gegeben. Also ging es die letzten 7 km im Laufschritt voran – zum Glück hauptsächlich bergab.

Nachdem wir unseren Knieapparat gut beansprucht hatten, standen die nächsten Tage im Zeichen der Regeneration. Wir ließen die Vulkanlandschaft hinter uns und tauchten ein in eine Natur voll blubbernder Löcher, heißer Quellen  und Schwefelgeruch. Wir besichtigten mal wieder einen Wasserfall und räkelten uns in den Hot Pools unseres Campingplatzes. Hier konnte man auch mit Hilfe des heißen Dampfes der Thermalquellen im sogenannten “Steam Oven” sein Essen zubereiten.

Kochversuche im "Steam Oven".
Kochversuche im “Steam Oven”.


Doch das war uns noch nicht genug. Matthias ließ sich trotz Regen nicht aufhalten seinen eigenen Hot Pool zu buddeln.

Verdiente Erholung nachdem wir erfolgreich einen Hot Pool gebuddelt haben.
Verdiente Erholung nachdem wir erfolgreich einen Hot Pool gebuddelt haben.

Das Wetter zeigte keine Besserung. Also entschieden wir uns dafür den Dauerregen zu ignorieren und trotzdem einen naturbelassenen Hot Pool aufzusuchen. Bei Badewannenfeeling in so schöner Umgebung ließ sich der kalte Regen von oben gut ertragen.

Baden im heißen Kerosene Creek.
Baden im heißen Kerosene Creek.

Natürlich darf bei einer Neuseelandreise ein Besuch in Hobbiton nicht fehlen. Gut versteckt auf einer riesigen Farm bewunderten wir das Auenland und man hatte den Eindruck als wären die Hobbits gestern noch hier gewesen.

Vor unserer Ferienwohnung in Hobbiton :)
Vor unserer Ferienwohnung in Hobbiton 🙂

Dann ging es weiter auf die Coromandel-Halbinsel. Kurz vor der Dämmerung wagten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Te Pare Lookout. Von unserem gleich am Pazifik gelegenen Campingplatz ging es den Strand entlang über eine kleine Bachmündung durch einen kleinen Wald die Steilküste hinauf. Als sich dann vom Lookout der Blick auf die Küste und das Meer auftat, hieß es einfach nur “Wao!” Wir genossen eine traumhafte, menschenleere Aussicht über kleine Inseln und den in der Dämmerung liegenden Ozean.
Auf dem Rückweg hatte die Flut eingesetzt und wir mussten uns eine andere Überquerung der Flussmündung einfallen lassen. Es gab nur einen mit Absicht in Kauf genommenen nassen Fuß!
Bei Tageslicht ging es zur Cathedral Cove und den wunderschönen Sandstränden der Ostseite der Halbinsel. Hier konnten wir endlich mal wieder etwas Sonne tanken.

Blick durch die Cathedral Cave auf die Cathedral Cove
Blick durch die Cathedral Cave auf die Cathedral Cove

Selfiealarm - Cathedral Cove.
Selfiealarm – Cathedral Cove.

Bevor es nach Auckland gehen sollte, um den Camper abzugeben, wollten wir noch das Northland erkunden. In Paihia angekommen, empfing uns der nächste Tag mal wieder mit Regen, Regen, Regen. Also suchten wir Unterschlupf in einer Glühwürmchen-Höhle (dieses Mal ohne Audio-Guide). Nachdem uns Google die Info ausspukte, dass das Wetter noch weiter im Norden angeblich besser sei, ließen wir es darauf ankommen. Und ab ging es bis ganz ans Ende der Nordinsel – Cape Reinga. Und tatsächlich erwartete uns hier Sonnenschein!

Am Treffpunkt von Pazifischen Ozean und Tasmansee - Cape Reinga
Am Treffpunkt von Pazifischen Ozean und Tasmansee – Cape Reinga

Es wurde nun mal wieder Zeit den Camper abzugeben. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Halt bei Waipu und erkundeten mit Taschenlampe bewaffnet auf eigene Faust eine Höhle. Das ist wirklich spannend im Vergleich zu einer für Touristen ausgebauten Höhlenerkundung! Die letzten Regentage hatten das Innere in einen schönen Schlammhaufen verwandelt, sodass unsere Schuhe ordentlich eingesaut wurden. Dafür gab es wieder jede Menge Glühwürmchen zu sehen.

Die letzten Tage vor dem Weiterflug verbrachten wir in Auckland. Hier fühlten wir uns dank der wunderbaren Unterkunft bei Jackie, die wir über Airbnb kennen lernten, fast wie zu Hause. Wir schlenderten etwas durch die Stadt und genossen es einfach mal ein bisschen rumzuhängen.

 

Entspannte Zeit in Auckland.
Entspannte Zeit in Auckland.

 

Auch in Auckland wurde die  Weihnachtsdeko bereits ausgepackt!
Auch in Auckland wurde die Weihnachtsdeko bereits ausgepackt!

Unser Fazit zu Neuseeland: ein Land mit traumhafter Landschaft, dass uns sowohl die Berge als auch das Meer bieten konnte. Die Einheimischen sind super sympathisch und wirklich an den Antworten auf ihre Fragen interessiert. In Australien lief das im Vergleich wesentlich oberflächlicher. Dafür ist es in Neuseeland um einiges schwieriger wild zu campen, da auch das “wild pinkeln” nicht gern geduldet wird. Alles in Allem haben wir uns hier aber sehr wohlgefühlt und sind gespannt wann wir wieder auf Reise gehen, um die Südinsel zu entdecken. Wusstet ihr eigentlich, dass die Neuseeländer daran arbeiten eine neue Nationalflagge zu entwerfen? Der Kiwi wurde aber bereits abgelehnt. Sowas lernt man von den Einheimischen, während man es sich in einem Hot Pool gut gehen lässt.

Für uns geht es jetzt weiter auf die andere Seite der Weltkarte – nach Brasilien! Vor uns liegt einer langer Flug mit Zwischenstopp in Santiago. Aber das lustige ist: wir starten abends in Auckland und landen noch am gleichen Tag in Rio de Janeiro. Also anscheinend doch gleich um die Ecke 🙂

Sydney – wo wir schon immer mal hinwollten

Nachdem wir in Perth gegen 23 Uhr gestartet waren, landeten wir morgens kurz nach sechs in Sydney – bei Regen! So waren mal wieder drei Stunden im Nirgendwo verschwunden, aber die holen wir uns ja irgendwann noch zurück…

Aufgrund der fehlenden Nacht suchten wir nach einem längeren Aufenthalt auf dem Flughafen direkt unser Hostel auf und durften glücklicherweise auch schon einchecken. Also testeten wir zunächst die Betten…
Später schafften wir es dann doch noch unsere Umgebung – den Stadtteil Newtown- zu erkunden. Wahrscheinlich aber nur, um doch noch irgendwo was zu essen abzufassen.

Manchmal kommt es einem ja schon etwas unwirklich vor einfach so durch die Welt zu reisen und keine wirklichen Verpflichtungen zu haben. Gut, dass wir jeden morgen, wenn wir auf dem Balkon frühstückten daran erinnert wurden, wo wir eigentlich gerade sind…

Unser morgendlicher Blick vom Balkon.
Unser morgendlicher Blick vom Balkon.

Der nächste Tag empfing uns leider wieder mit Regen. Die Oper und Harbour Bridge wirkten aufgrund des Wetters weniger beeindruckend als wir es von Bildern her kannten.

Erster Eindruck von Sydney bei Regen.
Erster Eindruck von Sydney bei Regen.

Also machten wir uns auf das The Rocks Discovery Museum und das Museum of Contemporary Art zu besichtigen. Wir tun also auch etwas für unsere Bildung liebe Eltern! 😉

Zudem war Melbourne Cup Day – wie der Name schon verrät, findet in Melbourne das höchstdotierte Pferderennen in Australien und Ozeanien statt. Das ist Anlass genug, um in einigen Bundesstaaten einen Feiertag daraus zu machen. Und natürlich lassen sich Sydneysider so ein Event auch nicht einfach entgehen. Im Stadtteil The Rocks waren alle Pubs, Restaurants und Cafés mit in Schale geworfenen Menschen übervölkert – die Männer im Anzug, die Frauen mit schicken Kleidchen und Hütchen im Haar. Damit wir kleidungstechnisch mithalten konnten, gingen wir im Victoria Queens Building auf Shoppingtour und waren kurzerhand unser komplettes Reisebudget los. 😀

Aber im QVB waren wir tatsächlich.

Queen Victoria Building - hier ließen wir unser Geld :D
Queen Victoria Building – hier ließen wir unser Geld 😀

Vom Regen verfolgt, mussten wir unsere Pläne leider umstellen. Und was kann man bei schlechtem Wetter so machen? Richtig – einen Museumsbesuch. Dieses Mal ging es in die Art Gallery of New South Wales. Hier kann man vorwiegend australische Malerei vom 19. bis ins 21. Jahrhundert bestaunen. Bei manchen “Kunstwerken” fragten wir uns dann aber schon, wie sie es ins Museum geschafft haben und ob sich der Künstler wenigstens irgendwas beim “Malen” gedacht hat.

Matthias bekommt Falten beim Rätseln über die Aussage des Werkes.
Matthias bekommt Falten beim Rätseln über die Aussage des Werkes.

Zum Essen ging es dann in einen richtigen Aussi-Pub. Und für Matthias gab es eine Pizza belegt mit Känguru und Emu-Fleisch.

Irgendwann hatten wir genug von kultureller Bildung in Museen. Also ging es ins älteste Parliament House Australiens – das Parliament of New South Wales. Hier konnten wir bei einer Führung die Räumlichkeiten der zwei Parlamente – dem Ober- und dem Unterhaus – bewundern.

Die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Unterhauses...
Die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Unterhauses…

 

...und des Oberhauses.
…und des Oberhauses.

Ein Teil des Parliament Hauses war früher der Nordflügel des Krankenhauses, das auch “Rum-Hospital” genannt wird. Nicht etwa weil die Patienten nur Rum bekommen oder die Ärzte nur unter dem Einfluss einer Flasche Rum zum Dienst erscheinen dürfen. Nein – die Queen wollte für den Bau des Krankenhauses kein Geld geben. Also erteilte der Gouverneur von New South Wales den mit dem Bau beauftragten Firmen die Konzession für den Verkauf von 60.000 Gallonen Rum als Lohn.

Früher Aufenthaltsraum der Chefärzte. Ob es das heute auch für Assistenzärzte gibt? :)
Früher Aufenthaltsraum der Chefärzte. Ob es das heute auch für Assistenzärzte gibt? 🙂

Wir nutzten eine kurze Regenpause, um durch den Royal Botanic Garden zu spazieren und die Aussicht auf Sydneys Skyline zu genießen.

Was versteckt sich denn hier zwischen den Bäumen?
Was versteckt sich denn hier zwischen den Bäumen?

 

Am Mrs Macquarie's Chair look-out.
Am Mrs Macquarie’s Chair Lookout.

 

Nach vier Regentagen hatte Petrus dann doch Mitleid mit uns und ließ endlich die Sonne auf Sydney scheinen. Das mussten wir natürlich gleich ausnutzen und ab ging es zum Bondi Beach. Hier besuchten wir zwar kein Museum, dafür gab es die   Ausstellung “Sculptures by the sea”. Entlang der Küste waren verschiedene Kunstwerke aufgestellt und wir versuchten mal wieder zu verstehen, was uns der Künstler mit seinem Werk sagen will. Wahrscheinlich liegt es an uns, denn um uns herum hörten wir immer wieder Kommentare wie “awesome”, “fabulous”, “beautiful” oder “oh my gosh”. Es hat wohl seinen Grund warum unsere Stärken nie im Kunstunterricht zu finden waren.

Trotz regnerischem Wetter bevölkert - Bondi Beach.
Trotz regnerischem Wetter bevölkert – Bondi Beach.

 

Diese Skulptur trägt den Titel "fun". Das konnten wir dann doch nachvollziehen - vielleicht noch nicht alles vergebens mit uns ;)
Diese Skulptur trägt den Titel “fun!”. Das konnten dann selbst wir nachvollziehen.

Leider hielt Petrus Güte nicht lange an und eine dunkle Regenfront rollte förmlich auf uns zu. Also hüpften wir (seit unserer Begegnung mit Kängurus tun wir das ab und zu) in den nächsten Bus und entgingen dem kräftigen Schauer. Das Wetter konnte uns nicht aufhalten wenigstens noch am Maroubra Beach vorbeizuschauen. Schließlich wollten wir uns doch die im Reiseführer beschriebenen “Rock Pools” nicht entgehen lassen. Was wir dann vor Ort vorfanden, entsprach aber leider nicht ganz unseren Erwartungen.

Das Unwetter naht!!!
Das Unwetter naht!!!
Matthias sucht die Rock Pools.
Matthias sucht die Rock Pools.

Wenn man schon in Australien ist, muss man natürlich auch mal Pies probieren. Und wo könnte das besser gehen als in Harrys Café de Wheels, wo auch Elton John und Pamela Anderson schon speisten. Das Special des Ladens ist der so genannte Tiger – ein Pie nach Wahl mit Kartoffelbrei, Erbsenpüree und Bratensoße.

Matthias und sein "Tiger".
Matthias mit seinem “Tiger”.

Leider erlebten wir in Sydney keinen Tag ohne Regen. Die Stadt machte es uns also nicht leicht sie lieben zu lernen.

Die richtige Kleidung ist alles :)
Die richtige Kleidung ist alles 🙂

Wie heißt es doch? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Daher machten wir uns auf, die Skyline von Sydney aus einer anderen Perspektive zu betrachten – von einer Fähre aus.

Wer erkennt die Postkartenmotive? :)
Wer erkennt die Postkartenmotive? 🙂

 

Eine kleine Trainingsregatta in Sydneys Hafen.
Eine kleine Trainingsregatta vor Sydneys Hafen.

 

Ein Besuch auf dem Fischmarkt durfte natürlich auch keinesfalls fehlen. Da in unserem Rucksack aber weder Platz für einen Schwertfisch noch für Oktopusse oder Hummer war, beließen wir es beim Bestaunen der riesigen Auswahl.

Ein wenig Hummer gefällig?
Ein wenig Hummer gefällig?

 

Oder doch lieber Oktopus?
Oder doch lieber Oktopus?

 

Auch Herr Pelikan ist auf Einkaufstour :)
Auch Herr Pelikan ist auf Einkaufstour auf dem Fischmarkt 🙂

Ein leckeres Fischbrötchen wie auf dem Hamburger Fischmarkt konnten wir aber leider nicht finden.

Dafür ging es abends noch in einen netten Pub in Newton, wo wir uns die Bäuche nochmal richtig vollschlugen. Schließlich weiß man ja nie wann es wieder was gibt. Denn für uns beginnt nun wieder das Camperleben.

Zum Nachtisch ein Eis? Aber bitte nur von N2 - genau das richtige für jeden für uns: eine süße Injektion für Kathrin und zu Matthias Glück wurde unser Eisbecher tatsächlich mit flüssigem Stickstoff gekühlt :)
Zum Nachtisch ein Eis? Aber bitte nur von N2 – genau das richtige für uns zwei: eine süße Injektion aus der Spritze für Kathrin und zu Matthias Begeisterung wurden unsere Zutaten tatsächlich erst mit flüssigem Stickstoff zu Eis gefroren 🙂

Mittlerweile sind wir in Wellington gelandet. Was wir in Neuseeland alles erleben, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

Bis dahin

Kathrin & Matthias

Western Australia – eine entspannte Zeit

Keine Sorge, wir sind noch nicht in der australischen Landschaft verloren gegangen und wurden auch nicht von wilden Kängurus gejagt. Aber aufgrund technischer Hindernisse gibt es erst heute wieder Neuigkeiten von uns.

Die letzten zwei Wochen waren wir in Westaustralien mit einem Campervan unterwegs und haben vorwiegend die Küstenregionen erkundet. Doch zunächst erstmal zu den Fakten: Western Australia ist der größte Bundesstaat in Australien. Doch damit nicht genug. Die Fläche ist 7x größer als Deutschland! Allerdings wohnen hier gerade mal ca. 2,5 Millionen Menschen, davon 1,7 Millionen allein in der Hauptstadt Perth und in Fremantle. Da kann man sich ausrechnen wie dicht bzw. weniger dicht der Rest des riesigen Staates besiedelt sein muss… Wir verschafften uns zunächst einen Eindruck von Perth, wo zumindest der Einwohnerzahl nach betrachtet ja vergleichsweise richtig was los sein müsste. Leider erwischten wir einen sehr regnerischen Tag, so dass wir an unsere Erfahrungen in Kuala Lumpur anschlossen und die Stadt vorwiegend mit Hilfe der kostenlosen CAT-Busse erkundeten. Ein Ausblick vom Bell-Tower durfte aber dennoch nicht fehlen.

Perth Bell Tower.
Perth Bell Tower.

Am nächsten Tag war es Zeit unseren Campervan abzuholen, der für die nächsten zwei Wochen unser zu Hause sein sollte.

Unser zu Hause.
Unser zu Hause.

Da das Wetter um einiges besser war, lohnte sich nun auch ein Ausflug nach Fremantle – eine Hafenstadt bei Perth, die 1829 von britischen Siedlern gegründet wurde. Da Australien ja vorwiegend durch britische Sträflinge besiedelt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass das älteste erhaltene Gebäude Westaustraliens – das „Round House“ – ein ehemaliges Gefängnis ist.

Clevere Werbung vor einem Café in Fremantle.
Schleckermäulchen aufgepasst! 🙂

Danach ging es weiter Richtung Süden. Irgendwann brach die Dunkelheit über uns ein und aufgrund der vielen Warnungen vor nachtaktiven Tieren beschlossen wir zeitnah unser erstes Nachtlager zu suchen. Irgendwo abseits der Straßen fanden wir einen Parkplatz zwischen den Bäumen. Wir nahmen zwar einen nicht allzu guten Geruch in der Luft wahr, aber wir wollten ja auch nicht draußen schlafen. Am nächsten Morgen und bei wesentlich besseren Lichtverhältnissen stellten wir fest, dass sich unsere Nasen nicht getäuscht hatten und konnten nun auch die Ursache ausfindig machen – ein totes Känguru. Nicht unbedingt die Art von erster Begegnung mit diesem Tier, die wir uns vorgestellt hatten. Ich unterließ es den Zeitpunkt des Todes festzustellen und wir suchten uns lieber einen schönen Ort am Meer zum Frühstücken.

Die Reste eines Känguru Gebiss?
Die Reste eines Känguru Gebisses?

Auf unserem Weg gen Süden machten wir Zwischenstopps in Mandurah und Bunbury. Die Fahrt entlang des Ozeans bot schon traumhafte Ausblicke!

Küste bei Bunbury.
Die Küste bei Bunbury…
Küste bei Bunbury.
….mit interessantem Wellenspiel.

Schließlich erreichten wir den südlichsten Punkt unserer Reise: die Weinregion um Margaret River. Nachdem wir am Strand bei Prevelly unseren ersten Wal und Surferboys gesichtet hatten, durfte natürlich eine Erkundung der Mammoth Höhle mit Audioguide (es gibt Leute die lieben es und andere nicht … 😉 ) nicht fehlen.

Am Strand bei Prevelly.
Am Strand bei Prevelly.

 

Tropfsteine in der Mammoth Höhle.
Tropfsteine in der Mammoth Höhle.

 

Ausgang aus der Mammoth Cave.
Ausgang aus der Mammoth Cave.

 

Sonnenuntergang bei Prevelly.
Sonnenuntergang bei Prevelly.

Unsere weitere Reise führte uns zurück Richtung Norden. Wieder vorbei an Perth fuhren wir durch den Vorort Joondalup. Die dortigen Villen mit Blick aufs Meer waren schon beeindruckend. Da wäre auch für uns ein angemessenes Häuschen dabei gewesen. 😉

Entlang des Indian Ocean Drives fuhren wir zunächst bis Lancelin. Hier erwartete uns ein wunderschöner weißer Sandstrand und weit und breit war kein Mensch in Sicht. Wir fanden ein schönes Fleckchen zum wild campen. Der weiße Sand und wolkenlose Himmel ließen uns erahnen, was ein weiser Dichter wohl einst mit dem Vers „Dunkel wars der Mond schien helle…“ gemeint haben könnte.

Lancelin.
Einsamer Strand bei Lancelin.

Da es in Australien viele Nationalparks gibt, wurde es nun aber Zeit sich einen anzuschauen. Es ging in den Nambung National Park bei Cervantes, um die Pinnacles – bizarr geformte Kalksteinstümpfe – zu begutachten. Für die geologisch Interessierten: Diese Formationen entstanden vor ca. 20.000 Jahren, als sich während einer Eiszeit die Ozeane zurück zogen und mit Kalk versetzter Meeresboden frei gelegt wurde. Wind und Wetter erodierten die weichen Sandschichten und übrig blieb nur der härtere Kalkstein – die bis zu 5m hohen Pinnacles.

Guck mal wer da guckt :)
Guck mal wer da guckt 🙂

 

Kathrin wacht über ihr Pinnacles Reich.
Kathrin wacht über ihr Pinnacles Reich.

 

Unsere Art ein Selfie zu schießen.
Unsere Art ein Selfie zu schießen.

Unser nördlichstes Ziel wurde Kalbarri. Hier sahen wir alles, was wir uns vorgenommen hatten: Wale, Delphine und natürlich Kängurus. Letzteres sind schon lustige Tierchen und vor allem Weltmeister der Schockstarre. Vom hellen Scheinwerferlicht unseres Autos erleuchtet, wird erstmal 5 Minuten erschrocken geguckt bis die Erkenntnis getroffen wird, dass man vielleicht besser mal das Weite suchen sollte.

Unsere erste Begegnung mit einem lebenden Känguru.
Unsere erste Begegnung mit einem lebenden Känguru.

Dass wir schließlich Wale und Delphine gesehen haben, machte uns schon zu echten Glückspilzen, da die Saison eigentlich schon vorbei war. Da wurde wohl unsere Ausdauer belohnt, mit der wir auf den wunderschönen Küstenpfaden das Meer im Auge behielten :).

WALE!!! :)
WALE!!! 🙂
Ganz viele Delphine :)
Ganz viele Delphine 🙂
Und noch mehr :)
Und noch mehr 🙂

Um auch etwas von der artenreichen Unterwasserwelt zu entdecken, verbrachten wir einen Tag in den Blue Holes zum Schnorcheln. Es war Wahnsinn: über Wasser wirkte dieses ufernahe Riff völlig unscheinbar und leblos. Sobald wir jedoch untertauchten, eröffnete sich uns eine farbenfrohe, mit unzähligen Fischen belebte Welt.

Etwas im Landesinneren gab es wieder einen Nationalpark, in dem wir verschiedene Trails und Look Outs auf das Tal des Murchison Rivers erkundeten. Hier hatten wir auch die Möglichkeit unsere Kletterfähigkeiten zu erproben.

Das Murchison River Tal.
Das Murchison River Tal.

 

Auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen.
Auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen.

 

Natures Window.
Natures Window.

Um unseren Aufenthalt in Kalbarri perfekt zu machen, fehlte nun noch ein typisch australisches Vergnügen: picknicken und grillen. Überall entlang der Küste finden sich Pavillons mit Sitzgelegenheiten und fest eingebauten Grills. Oft sieht man Australier mit großen Körben hierher strömen, um die schöne Aussicht aufs Meer bei einem Barbecue zu genießen. Für uns hieß es also auf in den Supermarkt zum Einkaufen. Etwas später konnten wir dann unser erstes Känguru Steak genießen. Sehr lecker! 🙂

Hmmm lecker - Känguru Steaks.
Hmmm lecker – Känguru Steaks.

Kalbarri hatte wirklich viel zu bieten und wir wären gerne noch länger dort geblieben.

Mushroom Rocks bei Kalbarri.
Mushroom Rocks bei Kalbarri.
Island Rock bei Kalbarri.
Island Rock bei Kalbarri.

Zurück ging es dieses Mal im Inland. Unsere Eindrücke von dort lassen sich am besten so zusammenfassen: schnurgerade Straßen, Getreidefelder so weit das Auge reicht und menschenleer! Die einzigen Anzeichen von Menschen waren ab und an eine Farm und mal ein kleines Dorf – meint eine Ansammlung von Häusern mit zwei Lädchen und einer Tankstelle entlang der Straße.

Typische Straße in Australien.
Eine typische Straße in Australien.
Road Trains können bis zu 50m lang sein.
Road Trains können bis zu 50m lang sein.

Wieder in Perth wurde es schließlich Zeit unseren Campervan abzugeben. Vorher hatte er sich jedoch noch eine Dusche in rosa Bubblegum verdient 🙂

Bubblegum Dusche :)
Bubblegum Dusche 🙂

Zum Abschied zeigte sich Perth nochmal richtig belebt – dank Color Run und Halloween waren lauter lustig und schaurig gekleidete Menschen unterwegs. Wir statteten dem Kings Park einen Besuch ab, um einen letzten Blick auf die Skyline zu erhaschen.

Perth vom Kings Park.
Blick auf Perths Skyline vom Kings Park.

Den Abend verbrachten wir zwischen Vampiren und anderen Horrorfiguren auf Perth Halloween Straßenfest. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Salsa-Tanzkurs zusammen mit Rüdiger (Kathrins Skelett und treuer Begleiter aus dem Studium) und seinen Freunden.

Rüdiger tanzt mit seinen Freunden :)
Rüdiger tanzt mit seinen Freunden 🙂

Nun heißt es „Goodbye Westcoast – Welcome Eastcoast“. Was bleibt zu den letzten Tagen zu sagen? Einfach nur entspannt diese Westküste: eine Millionenstadt mit Kleinstadtfeeling, überall herzliche, offene und fröhliche Menschen, wenn man denn mal welche trifft.

Bis bald

Kathrin & Matthias