Back in Singapur – Goodbye Asia

Gut, dass wir auf Anthony gehört haben. Die Cameron Highlands waren wirklich eine Reise wert gewesen. Kuala Lumpur hat dagegen bei uns nicht gerade punkten können. Zum Glück waren wir auch nur für eine Nacht dort – in einem schäbigen Hostel, in dem wir nicht mal duschen wollten. Man muss dazu sagen, dass es zwischenzeitlich auch noch ganz schön geschüttet hat, sodass die Stadt vielleicht auch nicht die Möglichkeit hatte, sich bei uns von seiner besten Seite zu präsentieren. Hinzu kam der anhaltende Haze.

Gerade nochmal Schutz vor dem Wolkenbruch gefunden.
Gerade nochmal Schutz vor dem Wolkenbruch gefunden.

Die wichtigsten Highlights haben wir uns aber doch angeschaut – den Fernsehturm und natürlich die Petronas Towers.

Da muss Kathrin sich ganz schon recken :)
Ganz schön hoch die Petronas Towers.

 

Aber wegen der Dunstglocke über der Stadt haben wir uns den Blick von oben gespart. Positiv überrascht waren wir über die Möglichkeit der schnellen und einfachen Erkundung der Stadt mithilfe der „GO KL“ Busse: ein kostenloses Angebot, mit dem man im „Hop on Hop off“ Stil durch Kuala Lumpur fahren kann.

Trotzdem waren wir froh, als es mit dem Bus zurück nach Singapur ging, um dort unsere letzten Tage in Asien zu verleben. Der Fahrtpreis war ein echtes Schnäppchen. Es sollte sich aber noch zeigen warum. Obwohl als durchgehende Fahrt nach Singapur von uns gebucht, hielten wir zunächst in Johor – eine Stadt nahe der Grenze. Plötzlich verließen alle Reisenden außer uns und zwei ebenfalls verdutzten Niederländern den Bus – Ende der Fahrt! Nach etwas Verwirrung führte uns der Busfahrer zu einem Schalter am Busbahnhof und drückte uns neue Tickets in die Hand. Es stellte sich heraus, dass die Busgesellschaft einen nur bis an die Grenze transferiert und das letzte Stück nach Singapur durch Linienbusse abgedeckt wird. An sich ja kein Problem, wenn man als Reisender auch darüber informiert wird, dass man den Bus wechseln muss. An der Grenzkontrolle von Singapur war unser neuer Bus dann auf einmal auch verschwunden. Ein weiteres Mal stellte sich zum Glück heraus, dass man einfach den nächsten Bus nehmen konnte, der in regelmäßigen Abständen verkehrt. Wir wurden zwar nicht an der beim Kauf der Tickets vereinbarten Busstation rausgelassen, aber auch das gehört wohl zum Nachteil von günstigen Bustickets. Fragt man sich nur warum man nicht vorab darüber informiert wird. Für uns war es also zunächst etwas verwirrend, aber letztendlich nicht schlimm, da wir auch so unsere Unterkunft erreicht haben und nicht unter der Brücke schlafen mussten.

Schließlich waren wir dann „back in Singapur“ – was für ein Kontrast! Dieses Mal hatten wir uns für ein Hostel in Chinatown entschieden. Das Gebiet liegt nahe dem Financial District und der Marina Bay mit dem berühmten Marina Bay Sands Hotel. Hier waren wir umgeben von sauberen und breiten Straßen, viel weniger Hektik, klarerer Luft und einfach einer viel angenehmeren Atmosphäre als in Kuala Lumpur. Erstmal ging es schnell ins Hostel. Hier fanden wir das gleiche Kontrastprogramm vor: sauber, freundlich, hell. Ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zur Absteige in Kuala Lumpur. Wir sprangen also schnell unter die Dusche und fühlten uns wieder frisch wie am ersten Tag 🙂

Die letzte Zeit in Asien verbrachten wir recht entspannt. Wir erkundeten zu Fuß einige Ecken in Singapur und waren mit der modernen Metro (MRT) unterwegs. So sahen wir u.a. den Botanischen Garten, in dem uns verschiedene Tiere begegneten (Echsen, wunderschöne Schmetterlinge, bunte Vögel und sogar auch Eichhörnchen 🙂 ).

Ein entlaufenes Haustier?
Ein entlaufenes Haustier?
Scrat hat seine Nuss gepackt - mal sehen wie lange noch ;)
Scrat hat seine Nuss gepackt – mal sehen wie lange noch 😉

Besonders beeindruckt waren wir von Little India. Man kommt aus der Metrostation und plötzlich hat man das Gefühl in Indien zu sein: auf einmal sind die Straßen gefüllt von Indern in bunten Sari , es gibt haufenweise Stoff- und Schmuckläden und man fühlt sich ein bisschen wie in einer anderen Welt. Wahrscheinlich wirkt alles so authentisch, weil die einheimischen Inder hier auch wirklich leben. Es ist also kein Ort, der für Touristen erschaffen wurde. Chinatown dagegen ist typisch touristisch mit seinen Lampions, Souvenirläden mit aller Hand Kitsch und vielen Essensständen. Natürlich verschafften wir uns auch einen Eindruck von Marina City, dessen Land mal wieder dem Meer abspenstig gemacht wurde. Das Bankenviertel und Marina Bay bieten einen traumhaften Anblick, vor allem nachts mit all den Lichtern! Auf Empfehlung landeten wir mitten zwischen den Wolkenkratzern auf einem Straßen Food Court. Hier gab es Essen aus allen Ecken Asiens und an ein paar Ständen versuchte man auch uns westliche Küche zu verkaufen. Schon interessant, die asiatische Interpretation von italienischer Pizza. Wahrscheinlich in etwa genauso wie die deutsche Variante einer Pekingente.

Food Court inmitten der Wolkenkratzer des Financial District.
Food Court inmitten der Wolkenkratzer des Financial District.

Mit Essen gestärkt, wollten wir schließlich den letzten Abend auf einer Rooftop Bar ausklingen lassen. Also warfen wir uns so gut es unsere Backpacker-Rucksäcke zuließen in Schale. Schließlich hatten wir Großes vor: die Stadt bei Nacht von GANZ oben sehen! Und so landeten wir im 1-Altitude – eine Bar unter freiem Himmel im 63. Stockwerk in luftigen 282 m Höhe. Wahrscheinlich die höchste Freiluftbar der Welt. Es war ein Wahnsinns-Ausblick auf das nächtliche Singapur! Und das Marina Bay Sands Hotel wirkte auf einmal ziemlich mickrig. Aber seht selbst…

Blick auf das kleine Marina Bay Sands :)
Blick auf das kleine Marina Bay Sands 🙂

Auf der Roof Top Bar 1-Altitude.
Auf der Roof Top Bar 1-Altitude.

Mittlerweile sitzen wir im Flieger nach Australien und die Reise geht nach Perth. Zudem ist unsere Gruppe etwas geschrumpft – für uns geht es nun zu zweit weiter und Christian ist zurück auf dem Weg nach Deutschland.

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Abschied am Flughafen von Singapur.

Zeit ein kleines Fazit unserer ersten großen Etappe – Asien – zu ziehen. Interessant und abwechslungsreich war es hier: große Städte, Wolkenkratzer, Sonne, Strand und Meer, Dschungel, Wasserfälle, einsame Inseln, stickige Großstadthitze und kühles Bergland haben wir erlebt. Und natürlich auch leider jede Menge Haze. Dafür gab es viele freundliche und hilfsbereite Menschen, die uns fast immer vertrauensvoll weitergeholfen haben. Aber wir mussten tatsächlich erst einmal lernen, nicht hinter jedem Angebot oder Tipp selbstsüchtige Absichten des Gegenübers zu vermuten. Bestes Beispiel ist unsere Ankunft in Melaka. Wir hatten uns Name und Adresse eines Hostels herausgesucht. Uns bereits in der Nähe unseres Ziels suchend umschauend sprachen uns Einheimische auf der Straße an, wo wir denn hin wollen. Wir nannten unser Hostel und sie führten uns zu einem nahe gelegenen Eingang, dessen Name definitiv nicht unserem gesuchten Hostel entsprach. Auf Nachfrage versicherten sie uns, dass die beiden Unterkünfte zusammengehören. Wir waren skeptisch und so führten sie uns weiter zu unserem eigentlichen Ziel. Die Rezeptionistin dort freute sich über unseren Besuch meinte jedoch, dass wir zur Buchung leider woanders hin müssen. Und wo landeten wir? Im selben Eingang, den uns zuvor bereits die Einheimischen gezeigt hatten. Die beiden Hostels gehörten also tatsächlich zusammen. Unsere Zeit in Asien war ein guter Einstieg in unsere Reise mit interessanten Erfahrungen und Unternehmungen. Und trotzdem freuen wir uns nun sehr auf Australien. Denn eins haben wir festgestellt – auf Dauer ist Asien nichts für uns, leben und arbeiten können wir uns hier nicht vorstellen. Vor allem angesichts der eher weichen, suppigen Speisen mit viel Reis und Nudeln, wobei man immer aufpassen muss, dass es am Ende nicht doch zu scharf ist, freuen wir uns bereits auf Abwechslung. Wir haben viele liebenswerte und offene Menschen getroffen (z.B. Alvin, Anthony und Brad) und mit Ihnen fast ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Man ist hier sehr willkommen und vielleicht kehren wir ja irgendwann zu einem Inselurlaub nach Langkawi oder einer ausgiebigen Trekking-Tour in die Cameron Highlands zurück!?

Aber jetzt machen wir uns erstmal eine schöne Zeit in Australien!

Bis bald

Kathrin & Matthias

3 Gedanken zu „Back in Singapur – Goodbye Asia

  • 19. Oktober 2015 um 19:59
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    Danke für die tollen Infos. Dank der Technik weiß ich, dass es Euch gut geht und was Ihr so treibt! Genießt es in vollen Zügen!

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  • 22. Oktober 2015 um 22:55
    Permalink

    Auf nach Australien & grüßt mir ja das Känguru!!!

    Antwort

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