Sydney – wo wir schon immer mal hinwollten

Nachdem wir in Perth gegen 23 Uhr gestartet waren, landeten wir morgens kurz nach sechs in Sydney – bei Regen! So waren mal wieder drei Stunden im Nirgendwo verschwunden, aber die holen wir uns ja irgendwann noch zurück…

Aufgrund der fehlenden Nacht suchten wir nach einem längeren Aufenthalt auf dem Flughafen direkt unser Hostel auf und durften glücklicherweise auch schon einchecken. Also testeten wir zunächst die Betten…
Später schafften wir es dann doch noch unsere Umgebung – den Stadtteil Newtown- zu erkunden. Wahrscheinlich aber nur, um doch noch irgendwo was zu essen abzufassen.

Manchmal kommt es einem ja schon etwas unwirklich vor einfach so durch die Welt zu reisen und keine wirklichen Verpflichtungen zu haben. Gut, dass wir jeden morgen, wenn wir auf dem Balkon frühstückten daran erinnert wurden, wo wir eigentlich gerade sind…

Unser morgendlicher Blick vom Balkon.
Unser morgendlicher Blick vom Balkon.

Der nächste Tag empfing uns leider wieder mit Regen. Die Oper und Harbour Bridge wirkten aufgrund des Wetters weniger beeindruckend als wir es von Bildern her kannten.

Erster Eindruck von Sydney bei Regen.
Erster Eindruck von Sydney bei Regen.

Also machten wir uns auf das The Rocks Discovery Museum und das Museum of Contemporary Art zu besichtigen. Wir tun also auch etwas für unsere Bildung liebe Eltern! 😉

Zudem war Melbourne Cup Day – wie der Name schon verrät, findet in Melbourne das höchstdotierte Pferderennen in Australien und Ozeanien statt. Das ist Anlass genug, um in einigen Bundesstaaten einen Feiertag daraus zu machen. Und natürlich lassen sich Sydneysider so ein Event auch nicht einfach entgehen. Im Stadtteil The Rocks waren alle Pubs, Restaurants und Cafés mit in Schale geworfenen Menschen übervölkert – die Männer im Anzug, die Frauen mit schicken Kleidchen und Hütchen im Haar. Damit wir kleidungstechnisch mithalten konnten, gingen wir im Victoria Queens Building auf Shoppingtour und waren kurzerhand unser komplettes Reisebudget los. 😀

Aber im QVB waren wir tatsächlich.

Queen Victoria Building - hier ließen wir unser Geld :D
Queen Victoria Building – hier ließen wir unser Geld 😀

Vom Regen verfolgt, mussten wir unsere Pläne leider umstellen. Und was kann man bei schlechtem Wetter so machen? Richtig – einen Museumsbesuch. Dieses Mal ging es in die Art Gallery of New South Wales. Hier kann man vorwiegend australische Malerei vom 19. bis ins 21. Jahrhundert bestaunen. Bei manchen “Kunstwerken” fragten wir uns dann aber schon, wie sie es ins Museum geschafft haben und ob sich der Künstler wenigstens irgendwas beim “Malen” gedacht hat.

Matthias bekommt Falten beim Rätseln über die Aussage des Werkes.
Matthias bekommt Falten beim Rätseln über die Aussage des Werkes.

Zum Essen ging es dann in einen richtigen Aussi-Pub. Und für Matthias gab es eine Pizza belegt mit Känguru und Emu-Fleisch.

Irgendwann hatten wir genug von kultureller Bildung in Museen. Also ging es ins älteste Parliament House Australiens – das Parliament of New South Wales. Hier konnten wir bei einer Führung die Räumlichkeiten der zwei Parlamente – dem Ober- und dem Unterhaus – bewundern.

Die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Unterhauses...
Die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Unterhauses…

 

...und des Oberhauses.
…und des Oberhauses.

Ein Teil des Parliament Hauses war früher der Nordflügel des Krankenhauses, das auch “Rum-Hospital” genannt wird. Nicht etwa weil die Patienten nur Rum bekommen oder die Ärzte nur unter dem Einfluss einer Flasche Rum zum Dienst erscheinen dürfen. Nein – die Queen wollte für den Bau des Krankenhauses kein Geld geben. Also erteilte der Gouverneur von New South Wales den mit dem Bau beauftragten Firmen die Konzession für den Verkauf von 60.000 Gallonen Rum als Lohn.

Früher Aufenthaltsraum der Chefärzte. Ob es das heute auch für Assistenzärzte gibt? :)
Früher Aufenthaltsraum der Chefärzte. Ob es das heute auch für Assistenzärzte gibt? 🙂

Wir nutzten eine kurze Regenpause, um durch den Royal Botanic Garden zu spazieren und die Aussicht auf Sydneys Skyline zu genießen.

Was versteckt sich denn hier zwischen den Bäumen?
Was versteckt sich denn hier zwischen den Bäumen?

 

Am Mrs Macquarie's Chair look-out.
Am Mrs Macquarie’s Chair Lookout.

 

Nach vier Regentagen hatte Petrus dann doch Mitleid mit uns und ließ endlich die Sonne auf Sydney scheinen. Das mussten wir natürlich gleich ausnutzen und ab ging es zum Bondi Beach. Hier besuchten wir zwar kein Museum, dafür gab es die   Ausstellung “Sculptures by the sea”. Entlang der Küste waren verschiedene Kunstwerke aufgestellt und wir versuchten mal wieder zu verstehen, was uns der Künstler mit seinem Werk sagen will. Wahrscheinlich liegt es an uns, denn um uns herum hörten wir immer wieder Kommentare wie “awesome”, “fabulous”, “beautiful” oder “oh my gosh”. Es hat wohl seinen Grund warum unsere Stärken nie im Kunstunterricht zu finden waren.

Trotz regnerischem Wetter bevölkert - Bondi Beach.
Trotz regnerischem Wetter bevölkert – Bondi Beach.

 

Diese Skulptur trägt den Titel "fun". Das konnten wir dann doch nachvollziehen - vielleicht noch nicht alles vergebens mit uns ;)
Diese Skulptur trägt den Titel “fun!”. Das konnten dann selbst wir nachvollziehen.

Leider hielt Petrus Güte nicht lange an und eine dunkle Regenfront rollte förmlich auf uns zu. Also hüpften wir (seit unserer Begegnung mit Kängurus tun wir das ab und zu) in den nächsten Bus und entgingen dem kräftigen Schauer. Das Wetter konnte uns nicht aufhalten wenigstens noch am Maroubra Beach vorbeizuschauen. Schließlich wollten wir uns doch die im Reiseführer beschriebenen “Rock Pools” nicht entgehen lassen. Was wir dann vor Ort vorfanden, entsprach aber leider nicht ganz unseren Erwartungen.

Das Unwetter naht!!!
Das Unwetter naht!!!
Matthias sucht die Rock Pools.
Matthias sucht die Rock Pools.

Wenn man schon in Australien ist, muss man natürlich auch mal Pies probieren. Und wo könnte das besser gehen als in Harrys Café de Wheels, wo auch Elton John und Pamela Anderson schon speisten. Das Special des Ladens ist der so genannte Tiger – ein Pie nach Wahl mit Kartoffelbrei, Erbsenpüree und Bratensoße.

Matthias und sein "Tiger".
Matthias mit seinem “Tiger”.

Leider erlebten wir in Sydney keinen Tag ohne Regen. Die Stadt machte es uns also nicht leicht sie lieben zu lernen.

Die richtige Kleidung ist alles :)
Die richtige Kleidung ist alles 🙂

Wie heißt es doch? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Daher machten wir uns auf, die Skyline von Sydney aus einer anderen Perspektive zu betrachten – von einer Fähre aus.

Wer erkennt die Postkartenmotive? :)
Wer erkennt die Postkartenmotive? 🙂

 

Eine kleine Trainingsregatta in Sydneys Hafen.
Eine kleine Trainingsregatta vor Sydneys Hafen.

 

Ein Besuch auf dem Fischmarkt durfte natürlich auch keinesfalls fehlen. Da in unserem Rucksack aber weder Platz für einen Schwertfisch noch für Oktopusse oder Hummer war, beließen wir es beim Bestaunen der riesigen Auswahl.

Ein wenig Hummer gefällig?
Ein wenig Hummer gefällig?

 

Oder doch lieber Oktopus?
Oder doch lieber Oktopus?

 

Auch Herr Pelikan ist auf Einkaufstour :)
Auch Herr Pelikan ist auf Einkaufstour auf dem Fischmarkt 🙂

Ein leckeres Fischbrötchen wie auf dem Hamburger Fischmarkt konnten wir aber leider nicht finden.

Dafür ging es abends noch in einen netten Pub in Newton, wo wir uns die Bäuche nochmal richtig vollschlugen. Schließlich weiß man ja nie wann es wieder was gibt. Denn für uns beginnt nun wieder das Camperleben.

Zum Nachtisch ein Eis? Aber bitte nur von N2 - genau das richtige für jeden für uns: eine süße Injektion für Kathrin und zu Matthias Glück wurde unser Eisbecher tatsächlich mit flüssigem Stickstoff gekühlt :)
Zum Nachtisch ein Eis? Aber bitte nur von N2 – genau das richtige für uns zwei: eine süße Injektion aus der Spritze für Kathrin und zu Matthias Begeisterung wurden unsere Zutaten tatsächlich erst mit flüssigem Stickstoff zu Eis gefroren 🙂

Mittlerweile sind wir in Wellington gelandet. Was wir in Neuseeland alles erleben, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

Bis dahin

Kathrin & Matthias

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