Es ist soweit…

…wir haben endlich einen Blog erstellt! Damit liegen wir sogar noch im Zeitrahmen 🙂

Morgen geht’s dann auch schon los auf große Reise!!! Die Rucksäcke sind so gut wie gepackt, die letzten Erledigungen werden auch noch einen Haken auf der To-do-Liste erhalten und morgen um die Zeit befinden wir uns dann schon ein paar Stunden in der Luft. Unser erstes Reiseziel ist Singapur!

Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wo wir uns rumtreiben und was wir so erleben und entdecken!

Bis dahin,

Kathrin & Matthias

Puerto Rico – Ausklang einer erlebnisreichen Reise

Unser letztes Ziel auf unserer Reise rund um den Globus war Puerto Rico. Und unser einziges Vorhaben für die Zeit hier hieß Entspannen und die Eindrücke der vergangenen drei Monate wirken lassen.

Wir starteten damit in der Hauptstadt San Juan, genauer in Old San Juan, dem historischen Teil der Stadt. Von 24 Stunden Flugreise seit San Francisco noch nicht genug, zogen wir gleich mit ein paar netten Leuten aus unserem Hostel los, um das karibische Nachtleben zu entdecken. Spontan wurde daraus eine kleine Geburtstagsparty, denn einer aus unserer Feiertruppe hatte Geburtstag und das musste natürlich gebührend gefeiert werden 😉 Nachdem uns auch die letzte Bar um fünf Uhr morgens vor die Tür setzte und wir 41 Stunden auf den Beinen waren, entschieden wir dann doch, dass es Zeit war unser Bett aufzusuchen. Am nächsten Tag ließen wir es uns aber trotzdem nicht nehmen eine Runde durch Old San Juan zu drehen.

Eine typische Straße in Old San Juan...
Eine typische Straße in Old San Juan…
...hat viele schön restaurierte, bunte Häuser.
…hat viele schön restaurierte, bunte Häuser.

In San Juan verbrachten wir so ziemlich die aktivste Zeit, die wir auf Puerto Rico verbrachten. Denn dann ging es weiter nach Arecibo, wo wir uns für eine Woche ein kleines Ferienhäuschen am Meer gemietet hatten.

Ausblick von unserer Terrasse.
Ausblick von unserer Terrasse.

Zunächst mussten wir noch die Aufgabe meistern den Kühlschrank zu füllen. Da es kurz vor Silvester unmöglich war noch einen Mietwagen zu bekommen, hatten wir uns für Fahrräder als Fortbewegungsmittel entschieden. Damit ging es dann los zum 10 km entfernten Supermarkt. Da wir unsere Zeit nicht damit verbringen wollten, ständig zum Einkaufen zu Radeln, sackten wir alles ein, was Matthias dachte tragen zu können. Dies endete eventuell in etwas zu vielen Einkaufstüten… Mit Sicherheit werden wir dies allerdings nie erfahren, denn noch bevor wir ansatzweise unsere Fahrräder beladen hatten, fragte uns sch0n ein junges Pärchen, ob sie uns nicht mit dem Auto mitnehmen könnten. Sie waren auf jeden Fall der Meinung, dass es unmöglich sei unseren gesamten Einkauf mit dem Fahrrad fortzubekommen. Da es auch ziemlich heiß war, nahmen wir das Angebot dankend an. Wir hatten also mal wieder ziemlich Glück gehabt… 🙂

Großeinkauf.
Großeinkauf.

Als wir dann am nächsten Tag die Strände in der Umgebung erkundeten, fanden wir schnell unseren Lieblingsplatz und es war auch sofort klar, was die nächsten Tage passieren würde: Nichts! Schlafen, am Strand liegen und den Gedanken nachhängen. Und wir finden, dass ist wirklich das Beste, was man am Ende einer solchen Reise machen kann!

Unser Eingang zum Paradies :)
Unser Eingang zum Paradies 🙂
Unser Lieblingsort zum Sonnen :)
Unser Lieblingsort zum Sonnen 🙂
Heftiges Wellenspiel.
Heftiges Wellenspiel.

Nun sind wir auf dem Heimweg nach Deutschland. Wir sind überglücklich, dass wir diese Reise gemacht und nicht auf die „was-wir-irgendwann-mal-machen-wollen-Liste“ gesetzt haben! Zwar waren wir an den meisten Orten nur kurz, aber dennoch haben wir einen guten Eindruck von allem bekommen. Man entwickelt schnell ein Gefühl dafür, ob man einen Ort mag oder nicht. Und wir haben überwiegend sehr schöne und gute Erfahrungen gemacht. Vor allem haben wir überall den Weg von sehr lieben Menschen gekreuzt – das endete in interessanten Gesprächen über „Gott und die Welt“ oder einfach in einem netten Abend 🙂

Was bleibt zum Schluss noch zu sagen? Wir würden diese Reise auf jeden Fall wieder machen und gehen mit Sicherheit wieder auf Reisen. Trotzdem freuen wir uns jetzt erstmal auf zu Hause, unsere Familien & Freunde und ein richtiges Frühstücksbrötchen 🙂

Euch, liebe Leser und Leserinnen, möchten wir danken, dass ihr unsere Reise verfolgt und uns damit ein Stück um die Welt begleitet habt. Danke für die lieben Kommentare und Nachrichten von zu Hause. Und falls Euch zwischenzeitlich das Reisefieber gepackt hat, dann zieht los! Aber vergesst nicht uns von euren Erlebnissen zu berichten 🙂
Ein großer Dank geht auch an unsere „Sponsoren, Förderer und Unterstützer“ = unsere Familien – ohne Euch wäre diese Reise für uns niemals möglich geworden! Vielen, vielen Dank!!!

Also dann – bis zur nächsten Reise 🙂

Kathrin & Matthias

Zurück am Frankfurter Flughafen - Das Ende einer Reise - Mittlerweile sind wir wieder gut zu Hause gelandet :)
Zurück am Frankfurter Flughafen – mittlerweile sind wir wieder gut zu Hause gelandet 🙂

United States – ein Highlight jagt das Nächste

Wusstest ihr, dass man von São Paulo mit dem Flugzeug länger nach L.A. braucht als nach Frankfurt? Nachdem wir diese Erkenntnis dazugewonnen hatten, landeten wir mit Blick auf den Sonnenaufgang über der Stadt in Los Angeles. Dann ging es gleich ab nach Downtown, wo wir auf dem Grand Central Market ein leckeres Frühstück abfasten. Währenddessen lasen wir die L.A. Weekly, um zu wissen, was in der Stadt so los ist. Gleich in der Nähe sollte es ein Winter Holiday Festival geben – mit Eisbahn und Schnee! Das mussten wir uns natürlich  anschauen. Es wirkte schon etwas skurril mitten in L.A. bei purem Sonnenschein den Leuten beim Schlittschuh fahren und rodeln zu zuschauen…

Eislaufbahn im sonnigen L.A.
Eislaufbahn im sonnigen L.A.

 

Und natürlich darf das Schlitten fahren im Winter nicht fehlen...
Und natürlich darf das Schlitten fahren im Winter nicht fehlen…

Abends landeten wir zufällig in einem mexikanischen Viertel, wo man selbst beim Essen bestellen auf Spanisch angesprochen wurde. Überhaupt hatten wir lange den Eindruck nicht in Amerika, sondern eher in Mexiko gelandet zu sein. Selbst die Werbung in der Metro war vorwiegend auf Spanisch. Wer nach Los Angeles fährt, sollte sich Downtown unbedingt bei Nacht ansehen. Wir fanden es zumindestens mit all den Lichtern wesentlich beeindruckender als bei Tageslicht.

Das Rathaus von L.A. - Wahrzeichen der Stadt und Arbeitsplatz von Superman in der TV-Serie aus den 50ern.
Das Rathaus von L.A. – Wahrzeichen der Stadt und Arbeitsplatz von Superman in der TV-Serie aus den 50ern.

Dann war es Zeit für Hollywood – ab auf den Walk of Fame, das Hollywood Sign begutachten, im Dolby Theater bei der Oscar-Verleihung teilnehmen – aber dafür kamen wir dann doch ein paar Monate zu spät…

Über der Stadt erhebt sich das Hollywood-Sign.
Über der Stadt erhebt sich das Hollywood-Sign.

 

And the Oscar goes to...
And the Oscar goes to…

Also ging es weiter nach Beverly Hills – zu den Reichen und durch Botox und andere Zaubermittel hergerichteten „Schönen“. Matthias suchte sich auf dem Rodeo Drive – eines der teuersten Shoppingpflaster der Welt – schon mal seine Arbeitskleidung für nächstes Jahr aus. Und wir mussten öfters anhalten, damit er all die Aston Martins, Bentleys & Co, die die Straße rauf und runter fuhren, bestaunen konnte. Auf dem Sunset Strip stiegen wir dann zum Essen in einer Western Ranch ab, wo man auch Rodeo reiten konnten und so ging auch dieser Tag mal wieder viel zu schnell vorbei. Da wir schon im sonnigen Kalifornien waren, wollten wir auch zum Strand etwas Sonne einfangen.

Am Venice Beach mit Baywatch-Kulisse.
Am Venice Beach mit Baywatch-Kulisse.

Los ging es beim Venice Beach, wo wir im Skaterpark die kalifornischen Jungs beobachteten. Am Muscle Beach, wo wohl auch Arnold Schwarzenegger seine Karriere begann, konnten wir dagegen zusehen, wie fleißig jeder einzelne Muskel trainiert wurde. Wir blieben in der Rolle der Zuschauer und schlenderten weiter bis zur Marina del Rey – Amerikas größtem künstlich angelegten Yachthafen. Da von uns bislang nur Matthias in Venedig war, wollte Kathrin sich wenigstens die Ami – Version dieser Stadt anschauen. Also ging es zu den Kanälen in Venice.

Kaliforniens kleines Venedig.
Kaliforniens kleines Venedig.

Matthias Fazit: ein nettes Plätzchen zum Spazieren, aber mit Venedig hat es nicht wirklich was zu tun. Umso besser, wir haben das erste Reiseziel für nach der Reise 🙂

Wir fuhren weiter nach Santa Monica, wo wir vom Pier aus einen traumhaften Sonnenuntergang genossen.

Traumhafter Sonnenuntergang am Pier von Santa Monica.
Traumhafter Sonnenuntergang am Pier von Santa Monica.

Nach guten zwei Wochen wurde es wieder Zeit vom Stadt- zum Camperleben zu wechseln. Der ursprüngliche Plan war eigentlich an der Küste entlang zu fahren. Aber da wir in Rio de Janeiro gute Tipps für einen gewinnbringenden Las Vegas – Aufenthalt bekommen hatten und eh schon immer mal die bekannten Nationalparks Amerikas sehen wollten,   fiel die Entscheidung spontan Richtung Osten aufzubrechen nicht schwer. Unser erster Stop war dann allerdings eine Farm, wo es angeblich die besten Spar Ribs der Welt geben sollte. Ob es wirklich die Besten der Welt sind, können wir noch nicht beurteilen, da wir noch nicht überall waren. Aber für uns, besonders für Matthias, der auf dem Gebiet mehr Erfahrung hat, waren es die besten Spar Ribs, die wir je gegessen haben! Gut gestärkt, konnte unsere kleine Nationalpark-Rundreise nun beginnen. Erstes Ziel war der Grand Canyon – und schon jetzt waren wir froh nicht an der Küste geblieben zu sein.

Panorama vom Grand Canyon.
Panorama vom Grand Canyon.

 

Just awesome!
Just awesome!

Wir hatten zwar etwas Pech mit dem Wetter, denn ob ihrs glaubt oder nicht: hier ist auch Winter! Es war also ganz schön kalt und zudem echt stürmisch. Also verzichteten wir darauf in den Canyon hinabzusteigen, um nicht die Nacht dort verbringen zu müssen – es sollte nachts Minusgrade geben und schneien. Und wie ihr ja bereits wisst, sind wir für diese Bedingungen nicht allzu gut ausgestattet…        Dafür ging es entlang des Colorado Rivers weiter und wir konnten eine wunderbare Aussicht auf den Fluss genießen.

Stürmische Aussicht auf das Horseshoe Bend des Colorado Rivers.
Stürmische Aussicht auf das Horseshoe Bend des Colorado Rivers.

Mit dem Glen Canyon Staudamm hatten wir dann auch schon unseren östlichsten Punkt in den USA erreicht. Also fuhren wir wieder Richtung Westen zum Zion Nationalpark, wo wir auch ein paar Rehe zu Gesicht bekamen.

Zion Nationalpark.
Zion Nationalpark.

Dann ging es ab nach Las Vegas! Zu unserer Zeit dort gibt es nicht viel zu sagen, denn wie heißt es so schön: What happens in Vegas, stays in Vegas! Aber so viel wird verraten: wir hatten eine gute Zeit dort 🙂

Aufbesserung der Reisekasse!
Aufbesserung der Reisekasse!
Das nächste Mal steigen wir dann im Venetian ab?
Das nächste Mal steigen wir dann im Venetian ab?

Der Red Rock Canyon ist ein beliebter Tagesausflug von Vegas Besuchern, also machten wir auch einen Abstecher zu den farbenfrohen Felsformationen.

Red Rock Canyon.
Red Rock Canyon.

Unser nächster Stop war Death Valley. Im Oktober gab es hier eine große Überschwemmung, so dass noch einige Straßen durch Wasserschäden gesperrt waren. Wer hätte gedacht, dass so etwas im Tal des Todes möglich ist. Nachts konnten wir hier im dunklen Nirgendwo den Sternenhimmel bewundern und sahen jede Menge Sternschnuppen und sogar ein Stück der Milchstraße.

Panorama vom Death Valley.
Panorama vom Death Valley.

 

Es war nicht ganz einfach den richtigen Weg zu finden - also übten wir uns in Gratwanderungen.
Es war nicht ganz einfach den richtigen Weg zu finden – also übten wir uns in Gratwanderungen.

 

Sanftes Ocker unter tiefem Himmelblau :D
Sanftes Ocker unter tiefem Himmelblau 😀

 

Zum besseren Verständnis bitte zoomen!
Zum besseren Verständnis bitte zoomen!

Das wir dem Winter entgangen sind, kann man übrigens nicht sagen: die Sonne war gegen 17 Uhr bereits untergangen und die Nächte im Camper waren alles andere als warm. Zwischenzeitlich hatten wir sogar  etwas Schneeregen erlebt. Aber das wir mehr Winter erleben, als ihr es in Deutschland habt, hätten wir auch nicht gedacht. Doch lest und seht selbst…

Der Sequoia Nationalpark mit seinen turmhohen Sequoias – den größten Bäumen der Welt – sollte unser nächstes Highlight werden.

Umgeben von turmhohen Sequoias.
Umgeben von turmhohen Sequoias.

Als wir uns im Visitor Center ein paar Informationen holen wollten, erfuhren wir, dass man zum Giant Forest, wo die meisten Sequoias stehen, nur mit Schneeketten fahren durfte. Dummerweise hatten wir jedoch ausgerechnet die Schneeketten in Deutschland vergessen 🙂 So richtig wollten wir das auch nicht glauben. Schließlich war nirgends Schnee zu sehen und sooo hoch konnten sich diese Bäume ja wohl nicht verstecken, oder? Durch mehrere glückliche Umstände war es uns möglich, trotz fehlender Schneeketten bis zum Ziel zu gelangen und tatsächlich lag dort jede Menge Schnee! Für deutsche Schneeerprobte zwar gut zu fahren ist es wohl dennoch besser, sonnenverwöhnte Kalifornier auf Schneeketten zu setzen. Das geben sie selber offen zu: „Bei einer Flocke Schnee drehen hier alle durch“, sagen sie. Daher scheinen sie die Schneeketten auch gerne auf dem bloßen Asphalt zu fahren – man kann ja schließlich nie wissen 🙂

Da im Giant Forest auch noch die Sonne schien, machten wir einen ausgiebigen Winterspaziergang bis zum General Sherman Tree – dem voluminösesten lebenden Baum auf der Erde. Klingt komisch? Ist aber so!

Winterspaziergang im Sequoia Nationalpark.
Winterspaziergang im Sequoia Nationalpark.

 

Vor dem General Sherman Tree.
Vor dem General Sherman Tree.

Einmal ist bekanntlich keinmal. Also fuhren wir weiter zum Yosemite Nationalpark, wo wir dieses Mal   bereits vorgewarnt waren, dass Schnee liegt. Unser erster Versuch, auch hier ohne Schneeketten ins Yosemite Valley zu kommen, scheiterte: von Weitem sahen wir eine Polizeikontrolle, die wir lieber nicht passieren wollten. Da wir so kurz vor dem Ziel nicht aufgeben mochten, blieb uns nichts anderes übrig als doch in Schneeketten zu investieren. Gut, dass wir uns in Las Vegas ein bisschen was dazu verdient hatten.

Schneeketten-Montage.
Schneeketten-Montage.

Am nächsten Tag befand sich die Polizeikontrolle dann noch weiter vorne. Zunächst konnten wir den Sinn, warum man nun schon ab diesen Punkt Schneeketten anlegen musste, nicht ganz nachvollziehen…

Ab hier herrschte Schneekettenpflicht - aber wo ist der Schnee?
Ab hier herrschte Schneekettenpflicht!

Aber dann kam zum Glück doch noch jede Menge Schnee und Eis.

Wo ist Kathrin?
Wo ist Kathrin?

Das Wetter zeigte sich nicht von seiner allerbesten Seite, aber wenigstens den El Capitan konnten wir in seiner vollen Größe sehen.

Tunnel View im Yosemite Nationalpark.
Tunnel View im Yosemite Nationalpark.

Schwarzbären und Berglöwen bekamen wir übrigens nicht zu Gesicht. Aber ein Coyote kreuzte unseren Weg und natürlich konnte man auch hier mal wieder  Eichhörnchen erblicken. Nach so viel beeindruckender Natur und überraschendem Schneeabenteuer ging es wieder in die Stadt – nach San Francisco. Hier hatte es 4 Jahre lang Dürre gegeben und nun war es schon den dritten Tag am Regnen. Für die Einheimischen ein Geschenk, für uns schwierig einen regenfreien Blick auf die Stadt zu bekommen.

Blick auf Downtown von San Francisco.
Blick auf Downtown von San Francisco.

 

Im Dunst erhebt sich die Golden Gate Bridge.
Im Dunst erhebt sich die Golden Gate Bridge.

Aber so ein Tag im Auto am Strand brachte auch so seine interessanten Begegnungen. Da die Campingplätze um die Stadt herum alle unverschämt teuer waren, hieß es ein letztes Mal wild campen. Als wir unseren Campervan zurückbrachten, konnten wir sogar noch Jemanden mit unseren Schneeketten glücklich machen 🙂

San Francisco hat uns echt gut gefallen. Den Seelöwen am Hafen kann man Stunden lang zu sehen.

Stolzer Seelöwe am Pier 39.
Stolzer Seelöwe am Pier 39.

Die Menschen sind sehr freundlich und offen. Und wir hatten eine tolle Unterkunft bei einem Einheimischen, mit dem wir viele interessante Gespräche führten.

Weihnachten verbrachten wir also erstmalig weit weg von zu Hause und natürlich war es ganz anders als sonst, aber trotzdem eine Erfahrung wert. Wir freuen uns aber auch nächstes Jahr wieder gemeinsam mit unseren Familien zu feiern.

Zum Abschluss in Amerika trafen wir noch eine gemeinsame Freundin aus San Francisco, die uns die besten Burritos der Stadt zeigte. Der sogenannte Mission – Burrito ist nämlich in San Francisco „erfunden“ wurden und ist viel größer als ein normaler Burrito. Zudem beinhaltet er mehr Reis und zusätzliche Zutaten in der Füllung. Nach so einer ausgiebigen Stärkung waren wir dann auch gut auf die         anschließende Wein-Party in einer WG vorbereitet. Wir fühlten uns als wären wir mitten im Studium und würden einen Abend in der Küche von Freunden verbringen. Die Tatsache, dass wir am nächsten Tag unseren Flieger bekommen mussten, holte uns dann aber doch irgendwann in die Realität zurück, dass wir nicht zu Hause, sondern auf Reise sind…

Nach einer kurzen Nacht flogen wir dann zunächst nach Miami. Wir wussten, dass wir die Nacht auf dem Flughafen verbringen müssen, da es erst am nächsten Morgen einen Weiterflug nach San Juan gab. Aufgrund eines Tornados in Texas kam es überall zu Verspätungen und viele Flüge wurden abgesagt. Somit mussten nicht nur wir die Nacht dort verbringen und der Flughafen war wahrscheinlich voller als normalerweise tagsüber. Also nichts mit auf der Bank lang machen und schlafen. Man musste schon um einen Sitzplatz kämpfen. Zudem gab es nur für 30 Minuten free – wifi, so dass ihr erst jetzt erfahrt, dass wir gar nicht mehr in den USA, sondern bereits auf Puerto Rico sind 🙂 Hier werden wir jetzt an unserer Sommerbräune arbeiten und die letzte Zeit verbringen bevor wir zurück nach Deutschland kommen…

Wir wünschen euch allen einen guten Start ins Neue Jahr und legen euch folgenden guten Vorsatz nahe: wenn ihr auch Lust habt durch die Welt zu reisen, dann macht es nicht irgendwann, sondern jetzt! Ihr werdet es nicht bereuen!

In diesem Sinne a Happy New Year!

Kathrin & Matthias

Brasilien – im Schlaraffenland

Eigentlich sollte Chile ja auch eines unserer Reiseziele werden. Aber aufgrund unserer rudimentären Spanischkenntnisse und dem Wissen mit Englisch nicht unbedingt verstanden zu werden, entschieden wir uns dafür einen längeren Trip durch Südamerika zu vertagen bis wir unsere Spanischkenntnisse entsprechend angepasst haben. Aufgrund unserer knappen Reisezeit mussten wir ja eh irgendwo Abstriche machen. Ein kurzer Abstecher nach Brasilien erschien uns aber machbar (unser portugiesisch ist natürlich ausgezeichnet *hüstel*) – schließlich war hier letztes Jahr die Fußball-WM und nächstes Jahr findet Olympia statt.
Bei unserem Start in Santiago konnten wir aus dem Flugzeug immerhin schon mal einen traumhaften Blick auf die schneebedeckten chilenischen Anden werfen.

Kurz nach Mitternacht landeten wir dann in Rio de Janeiro. Unsere Vorstellung, dass in Rio zumindest an öffentlichen touristischen Plätzen wie bspw. dem Flughafen die Menschen ein paar Brocken Englisch können, mussten wir leider schnell über Bord werfen. Also lernten wir nun jeden Tag ein bisschen mehr portugiesisch, um uns verständlich zu machen. Im Hostel angekommen, waren wir etwas schockiert über unser Zimmer – keine Matratze, nur eine Art Holztisch mit Bettlaken; kaum Platz für Zwei mit Gepäck, geschweige denn irgendeine Art Ablage. Aber nachts halb drei nimmt man, was man bekommt. Und dank der langen Reise konnten wir auch schlafen. Am nächsten Tag, der schon fast rum war als wir endlich mal das Bett verließen, erkundeten wir unsere Umgebung Botafogo und konnten schon einen ersten Blick auf die Christus-Statue werfen.

Da wir keine Ahnung hatten, was man sich im City Center alles anschauen kann, nahmen wir an einer Stadtführung teil und lernten gleich noch einiges über die Geschichte von Rio: zum Beispiel, dass die heutigen sozialen Probleme der Stadt schon in rücksichtslosen Entscheidungen eines Bürgermeisters im 19. Jahrhundert begründet liegen.

 

Ein quietschbunte Straße in Lapa - hier hat sich der Künstler Selaron verewigt.
Eine quietschbunte Straße in Lapa – hier hat sich der Künstler Selaron verewigt.

 

Tja, so weit gereist und doch in Düsseldorf geendet ;)
Tja, so weit gereist und doch in Düsseldorf geendet 😉

 

Blick auf das Viadukt bei Lapa.
Blick auf das Viadukt bei Lapa.

Anschließend wurde im Stadtviertel Lapa national gespeist: Es gab Feijoada (ein Eintopf mit schwarzen Bohnen, Schweinefleisch und dazu Reis) und Churrasco (eine brasilianische Grillplatte mit verschiedenen Fleischsorten).
Wir warfen auch noch einen Blick in die neue Kathedrale von Rio – die Cathedral Metropolitana de São Sebastião – die von außen eher einem Atommeiler, als einer Kirche gleicht. Von Innen war sie dann aber doch ganz interessant.

Wer hätte gedacht, dass sich hier eine Kathedrale versteckt?
Wer hätte gedacht, dass sich hier eine Kathedrale versteckt?

 

Wenn man schon in Rio ist, muss man sich natürlich auch ein Bild von den berühmten Stränden Copacabana und Ipanema machen. Das Wetter lud leider nicht dazu ein den ganzen Tag am Strand zu verbringen. Dafür gab es einen schönen Strandspaziergang. Wir waren etwas überrascht über die heruntergekommenen Häuserfassaden und brasilianische Strandschönheiten ließen sich auch nicht blicken.

Blick von Arpador auf Ipanema.
Blick von Arpoador auf Ipanema.

Am späten Nachmittag ging es dann zusammen mit einem  polnisch-tschechischen Pärchen, dass wir beim Frühstück kennengelernt hatten, Richtung Zuckerhut. Es sollte einen Weg hinauf zum Morro da Urca geben – dem etwas kleineren Hügel vor dem Zuckerhut, der auch Zwischenstation der Seilbahn ist.
Es ging steil bergauf, dafür waren wir nach knapp 20 min schon oben. So hatten wir noch genug Zeit vor dem Sonnenuntergang die Stadt bei Tageslicht von oben zu sehen.

Der Zuckerhut.
Der Zuckerhut.

 

Auf dem Gipfel von Morco da Ucra.
Auf dem Gipfel des Morro da Urca.

Der liebe Christus versteckte sich die meiste Zeit zwischen den Wolken, so dass es einem fast wie eine Erscheinung vorkam, wenn er sich doch mal blicken ließ.

Über den Wolken...
Über den Wolken…

 

...einer Erscheinung gleich steht die Christus-Statue über Rio de Janeiro.
…einer Erscheinung gleich steht die Christus-Statue über Rio de Janeiro.

Nun war es an der Zeit das Nationalgetränk Brasiliens zu testen: Caipirinha. Um einen umfassenden Überblick von der Qualität dieses Getränkes zu bekommen, mussten wir ihn natürlich in verschiedenen Läden testen. Nach einem kurzen Caipirinha-Stopp im Hostel landeten wir zusammen mit anderen Hostel-Gästen irgendwo in Botafogo auf einer Art Straßenparty und es gab natürlich Caipirinha.

Caipirinha in Rio.
Caipirinha in Rio.

 

Und noch einer :)
Und noch einer 🙂

Am nächsten Morgen bzw. eher Nachmittag gab es dann lecker Frühstück aus der Confeitaria Colombo – ein prachtvolles Kaffeehaus von 1894, wo auch schon die Präsidenten ein- und ausgingen.

Das Colombo.
Die Confeitaria Colombo.

 

Hmmm lecker :)
Hmmm, lecker Frühstück 🙂

Wie heißt es doch? Wer nicht bei der Christus-der-Erlöser Statue war, war nicht in Rio!? An unserem letzten Tag hatten sich die Wolken endlich verzogen, so dass es höchste Zeit war, diese Attraktion aus der Nähe zu betrachten. Eigentlich wollten wir eines der Autos buchen, die einen nach oben fahren und den Rest des Tages am Strand verbringen. Nachdem wir aber die Warteschlange für die Autos sahen, entschieden wir uns lieber für eine kleine Wanderung. Schlecht ausgestattet mit Flip-Flops und         Plastiktüte in der Hand ging es los.
Am Startpunkt musste man schon mal seinen Namen und ein paar Infos für den Notfall aufschreiben. Das machte auf uns natürlich einen vertrauenserweckenden Eindruck. Zwischendurch musste man sogar richtig klettern und es war recht rutschig. Aber wir sind wohlbehalten oben angekommen. Und die Aussicht über Rio de Janeiro war phänomenal.

Blick über Rio von der Christus-Statue: links das Zentrum, rechts unser Stadtteil Botafogo.
Blick über Rio von der Christus-Statue: links das Zentrum, rechts unser Stadtteil Botafogo.

Auf dem Rückweg verpassten wir den Einstieg zum Wanderweg und liefen auf der Straße hinab. Wir hoffen man sucht jetzt nicht nach uns, da wir nie wieder beim Startpunkt ankamen…
Insgesamt haben wir uns in Rio sehr sicher gefühlt. Am ersten Tag war man noch etwas vorsichtiger, als man es ohnehin schon ist, aber wir hatten nie eine Situation, in der wir uns unwohl gefühlt haben. Rio de Janeiro erscheint uns also mit den heutigen Sicherheitsvorkehrungen und dem Einhalten bestimmter Regeln (nicht allein in die Favelas = Armutsviertel gehen) nicht gefährlicher, als eine andere Großstadt.

Dann war es Zeit nach São Paulo aufzubrechen. Wir landeten im strömenden Regen und die Taxifahrt zu unserer Unterkunft wirkte zwischenzeitlich eher wie eine  Bootsfahrt – Massen an Wasser schossen die Straßen hinab. Erstaunlicherweise verschwand das Wasser aber relativ schnell, nachdem der Regen aufgehört hatte.

Wir hatten keine Erwartungen an die Stadt und es gab auch nicht die klassischen Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt ansehen musste. Wir ließen uns also etwas treiben und nutzten die Zeit auch sehr zum Relaxen. An unserem ersten Tag spazierten wir Richtung Innenstadt.
Auf einmal gab es eine große Ansammlung von Polizisten. In Rio hatten wir das öfter gesehen, da die Polizei dort überall in den touristischen Vierteln Patrouille läuft. So machten wir uns zunächst keine Gedanken. Als wir aber näher kamen, sahen wir auf dem Boden eine Art Plane, worunter eine Person lag. Es war also jemand gestorben, weshalb die ganze Polizei anwesend war. Irgendwie schien das aber auch niemanden so wirklich zu interessieren, so dass wir den Eindruck bekamen, dass so etwas auf der Straße nicht selten vorkommt und wir das vielleicht noch öfter sehen werden. Das bestärkte uns nicht gerade in unserem Sicherheitsgefühl. Wahrscheinlich durch dieses Erlebnis begründet, gab es so auch zu Beginn einige Momente in São Paulo, in denen wir uns eher unwohl fühlten. Dies verflog jedoch wieder, u.a. weil sich nach Gesprächen mit Einheimischen herausstellte, dass unser Erlebnis für die Region, in der wir uns aufhielten, sehr ungewöhnlich ist. Außerdem gab es auch in São Paulo nie eine gefährliche Situation, in der wir Angst haben mussten. Und ausgeraubt wurden wir auch nicht.

Das Stadtzentrum von São Paulo hat ein paar schöne Gebäude, wie bspw. das Theatro Municipal.

Theatro Municipal.
Theatro Municipal.

Ansonsten gibt es aber viele heruntergekommene Häuser.

Kein seltenes Bild hier.
Eine typische Häuserfront in São Paulo.

 

Wir haben die São Paulo Variante der Rua Selaron entdeckt.
Wir haben die São Paulo Variante der Rua Selaron entdeckt.

 

Hier gibt es sogar Frösche mitten in der Stadt ;)
Hier gibt es sogar Frösche mitten in der Stadt 😉

Um Matthias nicht länger auf die Folter zu spannen, ging es dann endlich in den neuen James Bond – auf Englisch mit portugiesischem Untertitel, denn in der Regel werden ausländische Film hier nicht synchronisiert. Der Eintritt hat uns keine 6 Euro gekostet – für beide zusammen! 🙂

Um die nationale Küche besser kennenzulernen, nahmen wir an einer Food Tour teil. Es gab verschiedene typisch brasilianische Snacks und natürlich mussten wir auch den Original Cachaça „51“ probieren, mit dem die Brasilianer typischerweise ihren Caipirinha zubereiten.

Pastel.
Pastel.

 

Mortadela Sandwich.
Mortadela Sandwich.

 

Pão de queijo.
Pão de queijo.

 

Wir probieren Cachaca.
Wir probieren Cachaça.

 

Eine Kostprobe von Caipirinha.
Eine Kostprobe von Caipirinha.

Die Brasilianer mögen es übrigens sehr, sehr süß. Ein Brownie schmeckt mehr nach purer brauner Zuckermasse. Selbst Kathrin, als absolute Schoko- und Süßigkeitenliebhaberin, ist hier an ihre Grenzen der Zuckerverträglichkeit gestoßen…

Süß, Süßer, Brasilien :)
Süß, Süßer, Brasilien 🙂

Wie ihr seht, sind wir, was das Essen anbelangt, in Brasilien voll auf unsere Kosten gekommen und haben es uns echt gut gehen lassen, was natürlich auch den günstigen Preisen zu verdanken war. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir prozentual – neben Schlafen und Nichts tun – die meiste Zeit mit Essen verbracht haben. Die Sorge unserer Eltern, wir könnten auf der Reise verhungern oder zu viel Gewicht verlieren, ist also definitiv unbegründet. Wir können euch also beruhigen – fürchtet euch lieber vor dem Gegenteil… 😉

Unser Fazit für Brasilien: Mit vernünftigem Verhalten braucht man auch hier nicht mehr Angst zu haben, als in europäischen Großstädten. Nachrichten liefern uns zu Hause eben Ereignisse mit Nachrichtenwert, und das bedeutet für Brasilien leider, dass Verbrechen und Korruption übrig bleiben. Dies ist hier definitiv ein großes Problem, aber eben nicht alles.

Damit ist unser Kurztrip nach Südamerika nun zu Ende und es geht weiter nach Kalifornien. Wir werden sehen, ob uns die USA ohne Probleme einreisen lässt.

Habt eine schöne Vorweihnachtszeit und trinkt den einen oder anderen Glühwein für uns mit! 😉

Bis bald

Kathrin & Matthias

Neuseeland – Abenteuer auf der Nordinsel

„Windy Wellington“ – die Stadt machte ihrem Spitznamen alle Ehre. Das merkten wir u.a. daran, dass uns die Sahne vom Kuchen wegwehte bevor wir überhaupt eine Chance hatten mit dem  Essen anzufangen. Die Möwen freuten sich drüber und ließen es sich schmecken.

Diese Tiere fressen wirklich alles!
Diese Tiere fressen wirklich alles!

Ansonsten ist Wellington echt ein niedliches Städtchen mit ca. 350.000 Einwohnern. Hauptstadtfeeling kam hier mal wieder nicht auf, aber das brauchen wir ja auch nicht.

Da es wichtig ist sich in einer neuen Stadt erstmal einen Überblick zu verschaffen, ging es mit dem Cable Car nach oben zum Kelburn Lookout. Von hieraus schlenderten wir durch den Botanischen Garten und den Lady Norwood Rosengarten bis zurück in die Stadt.

Im Lady Norwood Rosengarten in Wellington.
Im Lady Norwood Rosengarten in Wellington.

Hier mussten wir natürlich auch einen Blick auf das Wahrzeichen – den Bienenstock – ein Gebäude des Parlaments, werfen. Da es zum Glück nicht regnete, nahmen wir auch an keiner Führung teil.

Wellington's Bienenstock.
Wellington’s Bienenstock.

Ein Highlight war noch unser Besuch im Nationalmuseum Neuseelands, dem Te Papa Tongarewa. Hier konnten wir uns auf interaktive und multimediale Weise über die Kunst- und Kulturgeschichte der Maori, der Kolonialzeit und der Gegenwart sowie die einzigartige Natur des Landes fortbilden.

Matthias beim Versuch einen Teil des inneren Erdkernes zu heben.
Matthias beim Versuch einen Teil des inneren Erdkernes zu heben.

Den Abend verbrachten wir dann bei einer Runde Bingo und leckeren Magheritas in einem Pub.

Am nächsten Morgen war es wieder Zeit mit dem Camperleben zu starten. Dieses Mal erwartete uns im Vergleich zu Westaustralien ein neueres Modell.

Unser zu Hause in Neuseeland :)
Unser zu Hause in Neuseeland 🙂

Das Wetter entschied für uns den Tag lieber fahrend im Auto zu verbringen. Wir sichteten die ersten saftig grünen Hobbit-Hügel und freuten uns, dass wir bei diesem Dauerregen nicht mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Saftiggrüne Hobbithügel.
Saftiggrüne Hobbithügel.

Wir fuhren den Forgotten World Highway entlang, der uns gar nicht soo vergessen vorkam. Vom Nevins Lookout konnten wir schon einen ersten Blick auf unser eigentliches Ziel – die Berge des Tongariro National Parks – erblicken. Dort angekommen machten wir unsere erste Basislager-Erfahrung. Wir wollten uns zum Tongariro Alpine Crossing aufmachen. Doch zunächst hieß es am Fuße der Berge ausharren bis das Wetter besser wird. Und das bei nächtlichen Minus-Graden!!! Im Frühling! Es dauerte eine Weile bis wir die richtige Kombination aus Klamotten, Schlafsack und Decke gefunden hatten, um einigermaßen sicher zu sein nicht zu erfrieren. Auf diese Temperaturen waren wir zugegebenermaßen nicht vorbereitet. Also nutzten wir die Zeit, um unser Equipment um ein Paar Handschuhe und dicke Socken aufzustocken.

Erfolgreiche Shoppingtour!
Erfolgreiche Shoppingtour!

Zudem gab es schon mal einen kleinen Probewalk zum Taranaki Wasserfall.

Vor dem Taranaki Wasserfall.
Vor dem Taranaki Wasserfall.

Dann konnte es endlich losgehen. Bei morgendlichen 0 Grad klingelte der Wecker. Das Warten hatte sich gelohnt – vor uns lag wolkenlos das Tongariro Massiv. Der Nachteil war natürlich, dass wir nicht die einzigen gewesen waren, die darauf verzichtet hatten bei 60 km/h Windgeschwindigkeit die Tour zu beginnen. Darum glich das Alpine Crossing zunächst einer Völkerwanderung. Um den Menschenansammlungen etwas zu entgehen, entschieden wir uns einen Abstecher auf den Gipfel des noch aktiven Vulkans Mt Ngauruhoe (2290m), den ihr alle als Schicksalsberg aus Herr der Ringe kennt, zu machen. Dieser Aufstieg gestaltete sich aufgrund des losen Gerölls, das unter unseren Füßen wegrutschte anspruchsvoller als das eigentliche Alpine Crossing. Dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt und die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel liefen wir sogar im Schnee. Das wir auf unserer Reise dem Schnee so nahe kommen, hätten wir auch nicht gedacht. 🙂

Ziel erreicht! - auf dem Gipfel des Mt. Ngauruhoe.
Ziel erreicht! – auf dem Gipfel des Mt. Ngauruhoe.

Unsere Erfahrung auf Skiern half uns den Abstieg elegant und schnell im Moonwalk Style zu vollführen. Videos dazu gibt es spätestens nächstes Jahr bei einer privaten Vorstellung oder im Kino falls wir doch einen Blockbuster daraus machen. 😉

Durch unseren extra Trip hatten sich die Menschen auf der eigentlichen Wanderroute gut verteilt. So war es uns auch möglich um kurz nach drei den spontanen Entschluss zu treffen den Bustransport zurück zum Auto um 16 Uhr zu schaffen. Die nächste Möglichkeit hätte es erst 1,5 h später gegeben. Also ging es die letzten 7 km im Laufschritt voran – zum Glück hauptsächlich bergab.

Nachdem wir unseren Knieapparat gut beansprucht hatten, standen die nächsten Tage im Zeichen der Regeneration. Wir ließen die Vulkanlandschaft hinter uns und tauchten ein in eine Natur voll blubbernder Löcher, heißer Quellen  und Schwefelgeruch. Wir besichtigten mal wieder einen Wasserfall und räkelten uns in den Hot Pools unseres Campingplatzes. Hier konnte man auch mit Hilfe des heißen Dampfes der Thermalquellen im sogenannten „Steam Oven“ sein Essen zubereiten.

Kochversuche im "Steam Oven".
Kochversuche im „Steam Oven“.


Doch das war uns noch nicht genug. Matthias ließ sich trotz Regen nicht aufhalten seinen eigenen Hot Pool zu buddeln.

Verdiente Erholung nachdem wir erfolgreich einen Hot Pool gebuddelt haben.
Verdiente Erholung nachdem wir erfolgreich einen Hot Pool gebuddelt haben.

Das Wetter zeigte keine Besserung. Also entschieden wir uns dafür den Dauerregen zu ignorieren und trotzdem einen naturbelassenen Hot Pool aufzusuchen. Bei Badewannenfeeling in so schöner Umgebung ließ sich der kalte Regen von oben gut ertragen.

Baden im heißen Kerosene Creek.
Baden im heißen Kerosene Creek.

Natürlich darf bei einer Neuseelandreise ein Besuch in Hobbiton nicht fehlen. Gut versteckt auf einer riesigen Farm bewunderten wir das Auenland und man hatte den Eindruck als wären die Hobbits gestern noch hier gewesen.

Vor unserer Ferienwohnung in Hobbiton :)
Vor unserer Ferienwohnung in Hobbiton 🙂

Dann ging es weiter auf die Coromandel-Halbinsel. Kurz vor der Dämmerung wagten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Te Pare Lookout. Von unserem gleich am Pazifik gelegenen Campingplatz ging es den Strand entlang über eine kleine Bachmündung durch einen kleinen Wald die Steilküste hinauf. Als sich dann vom Lookout der Blick auf die Küste und das Meer auftat, hieß es einfach nur „Wao!“ Wir genossen eine traumhafte, menschenleere Aussicht über kleine Inseln und den in der Dämmerung liegenden Ozean.
Auf dem Rückweg hatte die Flut eingesetzt und wir mussten uns eine andere Überquerung der Flussmündung einfallen lassen. Es gab nur einen mit Absicht in Kauf genommenen nassen Fuß!
Bei Tageslicht ging es zur Cathedral Cove und den wunderschönen Sandstränden der Ostseite der Halbinsel. Hier konnten wir endlich mal wieder etwas Sonne tanken.

Blick durch die Cathedral Cave auf die Cathedral Cove
Blick durch die Cathedral Cave auf die Cathedral Cove

Selfiealarm - Cathedral Cove.
Selfiealarm – Cathedral Cove.

Bevor es nach Auckland gehen sollte, um den Camper abzugeben, wollten wir noch das Northland erkunden. In Paihia angekommen, empfing uns der nächste Tag mal wieder mit Regen, Regen, Regen. Also suchten wir Unterschlupf in einer Glühwürmchen-Höhle (dieses Mal ohne Audio-Guide). Nachdem uns Google die Info ausspukte, dass das Wetter noch weiter im Norden angeblich besser sei, ließen wir es darauf ankommen. Und ab ging es bis ganz ans Ende der Nordinsel – Cape Reinga. Und tatsächlich erwartete uns hier Sonnenschein!

Am Treffpunkt von Pazifischen Ozean und Tasmansee - Cape Reinga
Am Treffpunkt von Pazifischen Ozean und Tasmansee – Cape Reinga

Es wurde nun mal wieder Zeit den Camper abzugeben. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Halt bei Waipu und erkundeten mit Taschenlampe bewaffnet auf eigene Faust eine Höhle. Das ist wirklich spannend im Vergleich zu einer für Touristen ausgebauten Höhlenerkundung! Die letzten Regentage hatten das Innere in einen schönen Schlammhaufen verwandelt, sodass unsere Schuhe ordentlich eingesaut wurden. Dafür gab es wieder jede Menge Glühwürmchen zu sehen.

Die letzten Tage vor dem Weiterflug verbrachten wir in Auckland. Hier fühlten wir uns dank der wunderbaren Unterkunft bei Jackie, die wir über Airbnb kennen lernten, fast wie zu Hause. Wir schlenderten etwas durch die Stadt und genossen es einfach mal ein bisschen rumzuhängen.

 

Entspannte Zeit in Auckland.
Entspannte Zeit in Auckland.

 

Auch in Auckland wurde die  Weihnachtsdeko bereits ausgepackt!
Auch in Auckland wurde die Weihnachtsdeko bereits ausgepackt!

Unser Fazit zu Neuseeland: ein Land mit traumhafter Landschaft, dass uns sowohl die Berge als auch das Meer bieten konnte. Die Einheimischen sind super sympathisch und wirklich an den Antworten auf ihre Fragen interessiert. In Australien lief das im Vergleich wesentlich oberflächlicher. Dafür ist es in Neuseeland um einiges schwieriger wild zu campen, da auch das „wild pinkeln“ nicht gern geduldet wird. Alles in Allem haben wir uns hier aber sehr wohlgefühlt und sind gespannt wann wir wieder auf Reise gehen, um die Südinsel zu entdecken. Wusstet ihr eigentlich, dass die Neuseeländer daran arbeiten eine neue Nationalflagge zu entwerfen? Der Kiwi wurde aber bereits abgelehnt. Sowas lernt man von den Einheimischen, während man es sich in einem Hot Pool gut gehen lässt.

Für uns geht es jetzt weiter auf die andere Seite der Weltkarte – nach Brasilien! Vor uns liegt einer langer Flug mit Zwischenstopp in Santiago. Aber das lustige ist: wir starten abends in Auckland und landen noch am gleichen Tag in Rio de Janeiro. Also anscheinend doch gleich um die Ecke 🙂

Sydney – wo wir schon immer mal hinwollten

Nachdem wir in Perth gegen 23 Uhr gestartet waren, landeten wir morgens kurz nach sechs in Sydney – bei Regen! So waren mal wieder drei Stunden im Nirgendwo verschwunden, aber die holen wir uns ja irgendwann noch zurück…

Aufgrund der fehlenden Nacht suchten wir nach einem längeren Aufenthalt auf dem Flughafen direkt unser Hostel auf und durften glücklicherweise auch schon einchecken. Also testeten wir zunächst die Betten…
Später schafften wir es dann doch noch unsere Umgebung – den Stadtteil Newtown- zu erkunden. Wahrscheinlich aber nur, um doch noch irgendwo was zu essen abzufassen.

Manchmal kommt es einem ja schon etwas unwirklich vor einfach so durch die Welt zu reisen und keine wirklichen Verpflichtungen zu haben. Gut, dass wir jeden morgen, wenn wir auf dem Balkon frühstückten daran erinnert wurden, wo wir eigentlich gerade sind…

Unser morgendlicher Blick vom Balkon.
Unser morgendlicher Blick vom Balkon.

Der nächste Tag empfing uns leider wieder mit Regen. Die Oper und Harbour Bridge wirkten aufgrund des Wetters weniger beeindruckend als wir es von Bildern her kannten.

Erster Eindruck von Sydney bei Regen.
Erster Eindruck von Sydney bei Regen.

Also machten wir uns auf das The Rocks Discovery Museum und das Museum of Contemporary Art zu besichtigen. Wir tun also auch etwas für unsere Bildung liebe Eltern! 😉

Zudem war Melbourne Cup Day – wie der Name schon verrät, findet in Melbourne das höchstdotierte Pferderennen in Australien und Ozeanien statt. Das ist Anlass genug, um in einigen Bundesstaaten einen Feiertag daraus zu machen. Und natürlich lassen sich Sydneysider so ein Event auch nicht einfach entgehen. Im Stadtteil The Rocks waren alle Pubs, Restaurants und Cafés mit in Schale geworfenen Menschen übervölkert – die Männer im Anzug, die Frauen mit schicken Kleidchen und Hütchen im Haar. Damit wir kleidungstechnisch mithalten konnten, gingen wir im Victoria Queens Building auf Shoppingtour und waren kurzerhand unser komplettes Reisebudget los. 😀

Aber im QVB waren wir tatsächlich.

Queen Victoria Building - hier ließen wir unser Geld :D
Queen Victoria Building – hier ließen wir unser Geld 😀

Vom Regen verfolgt, mussten wir unsere Pläne leider umstellen. Und was kann man bei schlechtem Wetter so machen? Richtig – einen Museumsbesuch. Dieses Mal ging es in die Art Gallery of New South Wales. Hier kann man vorwiegend australische Malerei vom 19. bis ins 21. Jahrhundert bestaunen. Bei manchen „Kunstwerken“ fragten wir uns dann aber schon, wie sie es ins Museum geschafft haben und ob sich der Künstler wenigstens irgendwas beim „Malen“ gedacht hat.

Matthias bekommt Falten beim Rätseln über die Aussage des Werkes.
Matthias bekommt Falten beim Rätseln über die Aussage des Werkes.

Zum Essen ging es dann in einen richtigen Aussi-Pub. Und für Matthias gab es eine Pizza belegt mit Känguru und Emu-Fleisch.

Irgendwann hatten wir genug von kultureller Bildung in Museen. Also ging es ins älteste Parliament House Australiens – das Parliament of New South Wales. Hier konnten wir bei einer Führung die Räumlichkeiten der zwei Parlamente – dem Ober- und dem Unterhaus – bewundern.

Die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Unterhauses...
Die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Unterhauses…

 

...und des Oberhauses.
…und des Oberhauses.

Ein Teil des Parliament Hauses war früher der Nordflügel des Krankenhauses, das auch „Rum-Hospital“ genannt wird. Nicht etwa weil die Patienten nur Rum bekommen oder die Ärzte nur unter dem Einfluss einer Flasche Rum zum Dienst erscheinen dürfen. Nein – die Queen wollte für den Bau des Krankenhauses kein Geld geben. Also erteilte der Gouverneur von New South Wales den mit dem Bau beauftragten Firmen die Konzession für den Verkauf von 60.000 Gallonen Rum als Lohn.

Früher Aufenthaltsraum der Chefärzte. Ob es das heute auch für Assistenzärzte gibt? :)
Früher Aufenthaltsraum der Chefärzte. Ob es das heute auch für Assistenzärzte gibt? 🙂

Wir nutzten eine kurze Regenpause, um durch den Royal Botanic Garden zu spazieren und die Aussicht auf Sydneys Skyline zu genießen.

Was versteckt sich denn hier zwischen den Bäumen?
Was versteckt sich denn hier zwischen den Bäumen?

 

Am Mrs Macquarie's Chair look-out.
Am Mrs Macquarie’s Chair Lookout.

 

Nach vier Regentagen hatte Petrus dann doch Mitleid mit uns und ließ endlich die Sonne auf Sydney scheinen. Das mussten wir natürlich gleich ausnutzen und ab ging es zum Bondi Beach. Hier besuchten wir zwar kein Museum, dafür gab es die   Ausstellung „Sculptures by the sea“. Entlang der Küste waren verschiedene Kunstwerke aufgestellt und wir versuchten mal wieder zu verstehen, was uns der Künstler mit seinem Werk sagen will. Wahrscheinlich liegt es an uns, denn um uns herum hörten wir immer wieder Kommentare wie „awesome“, „fabulous“, „beautiful“ oder „oh my gosh“. Es hat wohl seinen Grund warum unsere Stärken nie im Kunstunterricht zu finden waren.

Trotz regnerischem Wetter bevölkert - Bondi Beach.
Trotz regnerischem Wetter bevölkert – Bondi Beach.

 

Diese Skulptur trägt den Titel "fun". Das konnten wir dann doch nachvollziehen - vielleicht noch nicht alles vergebens mit uns ;)
Diese Skulptur trägt den Titel „fun!“. Das konnten dann selbst wir nachvollziehen.

Leider hielt Petrus Güte nicht lange an und eine dunkle Regenfront rollte förmlich auf uns zu. Also hüpften wir (seit unserer Begegnung mit Kängurus tun wir das ab und zu) in den nächsten Bus und entgingen dem kräftigen Schauer. Das Wetter konnte uns nicht aufhalten wenigstens noch am Maroubra Beach vorbeizuschauen. Schließlich wollten wir uns doch die im Reiseführer beschriebenen „Rock Pools“ nicht entgehen lassen. Was wir dann vor Ort vorfanden, entsprach aber leider nicht ganz unseren Erwartungen.

Das Unwetter naht!!!
Das Unwetter naht!!!
Matthias sucht die Rock Pools.
Matthias sucht die Rock Pools.

Wenn man schon in Australien ist, muss man natürlich auch mal Pies probieren. Und wo könnte das besser gehen als in Harrys Café de Wheels, wo auch Elton John und Pamela Anderson schon speisten. Das Special des Ladens ist der so genannte Tiger – ein Pie nach Wahl mit Kartoffelbrei, Erbsenpüree und Bratensoße.

Matthias und sein "Tiger".
Matthias mit seinem „Tiger“.

Leider erlebten wir in Sydney keinen Tag ohne Regen. Die Stadt machte es uns also nicht leicht sie lieben zu lernen.

Die richtige Kleidung ist alles :)
Die richtige Kleidung ist alles 🙂

Wie heißt es doch? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Daher machten wir uns auf, die Skyline von Sydney aus einer anderen Perspektive zu betrachten – von einer Fähre aus.

Wer erkennt die Postkartenmotive? :)
Wer erkennt die Postkartenmotive? 🙂

 

Eine kleine Trainingsregatta in Sydneys Hafen.
Eine kleine Trainingsregatta vor Sydneys Hafen.

 

Ein Besuch auf dem Fischmarkt durfte natürlich auch keinesfalls fehlen. Da in unserem Rucksack aber weder Platz für einen Schwertfisch noch für Oktopusse oder Hummer war, beließen wir es beim Bestaunen der riesigen Auswahl.

Ein wenig Hummer gefällig?
Ein wenig Hummer gefällig?

 

Oder doch lieber Oktopus?
Oder doch lieber Oktopus?

 

Auch Herr Pelikan ist auf Einkaufstour :)
Auch Herr Pelikan ist auf Einkaufstour auf dem Fischmarkt 🙂

Ein leckeres Fischbrötchen wie auf dem Hamburger Fischmarkt konnten wir aber leider nicht finden.

Dafür ging es abends noch in einen netten Pub in Newton, wo wir uns die Bäuche nochmal richtig vollschlugen. Schließlich weiß man ja nie wann es wieder was gibt. Denn für uns beginnt nun wieder das Camperleben.

Zum Nachtisch ein Eis? Aber bitte nur von N2 - genau das richtige für jeden für uns: eine süße Injektion für Kathrin und zu Matthias Glück wurde unser Eisbecher tatsächlich mit flüssigem Stickstoff gekühlt :)
Zum Nachtisch ein Eis? Aber bitte nur von N2 – genau das richtige für uns zwei: eine süße Injektion aus der Spritze für Kathrin und zu Matthias Begeisterung wurden unsere Zutaten tatsächlich erst mit flüssigem Stickstoff zu Eis gefroren 🙂

Mittlerweile sind wir in Wellington gelandet. Was wir in Neuseeland alles erleben, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

Bis dahin

Kathrin & Matthias

Western Australia – eine entspannte Zeit

Keine Sorge, wir sind noch nicht in der australischen Landschaft verloren gegangen und wurden auch nicht von wilden Kängurus gejagt. Aber aufgrund technischer Hindernisse gibt es erst heute wieder Neuigkeiten von uns.

Die letzten zwei Wochen waren wir in Westaustralien mit einem Campervan unterwegs und haben vorwiegend die Küstenregionen erkundet. Doch zunächst erstmal zu den Fakten: Western Australia ist der größte Bundesstaat in Australien. Doch damit nicht genug. Die Fläche ist 7x größer als Deutschland! Allerdings wohnen hier gerade mal ca. 2,5 Millionen Menschen, davon 1,7 Millionen allein in der Hauptstadt Perth und in Fremantle. Da kann man sich ausrechnen wie dicht bzw. weniger dicht der Rest des riesigen Staates besiedelt sein muss… Wir verschafften uns zunächst einen Eindruck von Perth, wo zumindest der Einwohnerzahl nach betrachtet ja vergleichsweise richtig was los sein müsste. Leider erwischten wir einen sehr regnerischen Tag, so dass wir an unsere Erfahrungen in Kuala Lumpur anschlossen und die Stadt vorwiegend mit Hilfe der kostenlosen CAT-Busse erkundeten. Ein Ausblick vom Bell-Tower durfte aber dennoch nicht fehlen.

Perth Bell Tower.
Perth Bell Tower.

Am nächsten Tag war es Zeit unseren Campervan abzuholen, der für die nächsten zwei Wochen unser zu Hause sein sollte.

Unser zu Hause.
Unser zu Hause.

Da das Wetter um einiges besser war, lohnte sich nun auch ein Ausflug nach Fremantle – eine Hafenstadt bei Perth, die 1829 von britischen Siedlern gegründet wurde. Da Australien ja vorwiegend durch britische Sträflinge besiedelt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass das älteste erhaltene Gebäude Westaustraliens – das „Round House“ – ein ehemaliges Gefängnis ist.

Clevere Werbung vor einem Café in Fremantle.
Schleckermäulchen aufgepasst! 🙂

Danach ging es weiter Richtung Süden. Irgendwann brach die Dunkelheit über uns ein und aufgrund der vielen Warnungen vor nachtaktiven Tieren beschlossen wir zeitnah unser erstes Nachtlager zu suchen. Irgendwo abseits der Straßen fanden wir einen Parkplatz zwischen den Bäumen. Wir nahmen zwar einen nicht allzu guten Geruch in der Luft wahr, aber wir wollten ja auch nicht draußen schlafen. Am nächsten Morgen und bei wesentlich besseren Lichtverhältnissen stellten wir fest, dass sich unsere Nasen nicht getäuscht hatten und konnten nun auch die Ursache ausfindig machen – ein totes Känguru. Nicht unbedingt die Art von erster Begegnung mit diesem Tier, die wir uns vorgestellt hatten. Ich unterließ es den Zeitpunkt des Todes festzustellen und wir suchten uns lieber einen schönen Ort am Meer zum Frühstücken.

Die Reste eines Känguru Gebiss?
Die Reste eines Känguru Gebisses?

Auf unserem Weg gen Süden machten wir Zwischenstopps in Mandurah und Bunbury. Die Fahrt entlang des Ozeans bot schon traumhafte Ausblicke!

Küste bei Bunbury.
Die Küste bei Bunbury…
Küste bei Bunbury.
….mit interessantem Wellenspiel.

Schließlich erreichten wir den südlichsten Punkt unserer Reise: die Weinregion um Margaret River. Nachdem wir am Strand bei Prevelly unseren ersten Wal und Surferboys gesichtet hatten, durfte natürlich eine Erkundung der Mammoth Höhle mit Audioguide (es gibt Leute die lieben es und andere nicht … 😉 ) nicht fehlen.

Am Strand bei Prevelly.
Am Strand bei Prevelly.

 

Tropfsteine in der Mammoth Höhle.
Tropfsteine in der Mammoth Höhle.

 

Ausgang aus der Mammoth Cave.
Ausgang aus der Mammoth Cave.

 

Sonnenuntergang bei Prevelly.
Sonnenuntergang bei Prevelly.

Unsere weitere Reise führte uns zurück Richtung Norden. Wieder vorbei an Perth fuhren wir durch den Vorort Joondalup. Die dortigen Villen mit Blick aufs Meer waren schon beeindruckend. Da wäre auch für uns ein angemessenes Häuschen dabei gewesen. 😉

Entlang des Indian Ocean Drives fuhren wir zunächst bis Lancelin. Hier erwartete uns ein wunderschöner weißer Sandstrand und weit und breit war kein Mensch in Sicht. Wir fanden ein schönes Fleckchen zum wild campen. Der weiße Sand und wolkenlose Himmel ließen uns erahnen, was ein weiser Dichter wohl einst mit dem Vers „Dunkel wars der Mond schien helle…“ gemeint haben könnte.

Lancelin.
Einsamer Strand bei Lancelin.

Da es in Australien viele Nationalparks gibt, wurde es nun aber Zeit sich einen anzuschauen. Es ging in den Nambung National Park bei Cervantes, um die Pinnacles – bizarr geformte Kalksteinstümpfe – zu begutachten. Für die geologisch Interessierten: Diese Formationen entstanden vor ca. 20.000 Jahren, als sich während einer Eiszeit die Ozeane zurück zogen und mit Kalk versetzter Meeresboden frei gelegt wurde. Wind und Wetter erodierten die weichen Sandschichten und übrig blieb nur der härtere Kalkstein – die bis zu 5m hohen Pinnacles.

Guck mal wer da guckt :)
Guck mal wer da guckt 🙂

 

Kathrin wacht über ihr Pinnacles Reich.
Kathrin wacht über ihr Pinnacles Reich.

 

Unsere Art ein Selfie zu schießen.
Unsere Art ein Selfie zu schießen.

Unser nördlichstes Ziel wurde Kalbarri. Hier sahen wir alles, was wir uns vorgenommen hatten: Wale, Delphine und natürlich Kängurus. Letzteres sind schon lustige Tierchen und vor allem Weltmeister der Schockstarre. Vom hellen Scheinwerferlicht unseres Autos erleuchtet, wird erstmal 5 Minuten erschrocken geguckt bis die Erkenntnis getroffen wird, dass man vielleicht besser mal das Weite suchen sollte.

Unsere erste Begegnung mit einem lebenden Känguru.
Unsere erste Begegnung mit einem lebenden Känguru.

Dass wir schließlich Wale und Delphine gesehen haben, machte uns schon zu echten Glückspilzen, da die Saison eigentlich schon vorbei war. Da wurde wohl unsere Ausdauer belohnt, mit der wir auf den wunderschönen Küstenpfaden das Meer im Auge behielten :).

WALE!!! :)
WALE!!! 🙂
Ganz viele Delphine :)
Ganz viele Delphine 🙂
Und noch mehr :)
Und noch mehr 🙂

Um auch etwas von der artenreichen Unterwasserwelt zu entdecken, verbrachten wir einen Tag in den Blue Holes zum Schnorcheln. Es war Wahnsinn: über Wasser wirkte dieses ufernahe Riff völlig unscheinbar und leblos. Sobald wir jedoch untertauchten, eröffnete sich uns eine farbenfrohe, mit unzähligen Fischen belebte Welt.

Etwas im Landesinneren gab es wieder einen Nationalpark, in dem wir verschiedene Trails und Look Outs auf das Tal des Murchison Rivers erkundeten. Hier hatten wir auch die Möglichkeit unsere Kletterfähigkeiten zu erproben.

Das Murchison River Tal.
Das Murchison River Tal.

 

Auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen.
Auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen.

 

Natures Window.
Natures Window.

Um unseren Aufenthalt in Kalbarri perfekt zu machen, fehlte nun noch ein typisch australisches Vergnügen: picknicken und grillen. Überall entlang der Küste finden sich Pavillons mit Sitzgelegenheiten und fest eingebauten Grills. Oft sieht man Australier mit großen Körben hierher strömen, um die schöne Aussicht aufs Meer bei einem Barbecue zu genießen. Für uns hieß es also auf in den Supermarkt zum Einkaufen. Etwas später konnten wir dann unser erstes Känguru Steak genießen. Sehr lecker! 🙂

Hmmm lecker - Känguru Steaks.
Hmmm lecker – Känguru Steaks.

Kalbarri hatte wirklich viel zu bieten und wir wären gerne noch länger dort geblieben.

Mushroom Rocks bei Kalbarri.
Mushroom Rocks bei Kalbarri.
Island Rock bei Kalbarri.
Island Rock bei Kalbarri.

Zurück ging es dieses Mal im Inland. Unsere Eindrücke von dort lassen sich am besten so zusammenfassen: schnurgerade Straßen, Getreidefelder so weit das Auge reicht und menschenleer! Die einzigen Anzeichen von Menschen waren ab und an eine Farm und mal ein kleines Dorf – meint eine Ansammlung von Häusern mit zwei Lädchen und einer Tankstelle entlang der Straße.

Typische Straße in Australien.
Eine typische Straße in Australien.
Road Trains können bis zu 50m lang sein.
Road Trains können bis zu 50m lang sein.

Wieder in Perth wurde es schließlich Zeit unseren Campervan abzugeben. Vorher hatte er sich jedoch noch eine Dusche in rosa Bubblegum verdient 🙂

Bubblegum Dusche :)
Bubblegum Dusche 🙂

Zum Abschied zeigte sich Perth nochmal richtig belebt – dank Color Run und Halloween waren lauter lustig und schaurig gekleidete Menschen unterwegs. Wir statteten dem Kings Park einen Besuch ab, um einen letzten Blick auf die Skyline zu erhaschen.

Perth vom Kings Park.
Blick auf Perths Skyline vom Kings Park.

Den Abend verbrachten wir zwischen Vampiren und anderen Horrorfiguren auf Perth Halloween Straßenfest. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Salsa-Tanzkurs zusammen mit Rüdiger (Kathrins Skelett und treuer Begleiter aus dem Studium) und seinen Freunden.

Rüdiger tanzt mit seinen Freunden :)
Rüdiger tanzt mit seinen Freunden 🙂

Nun heißt es „Goodbye Westcoast – Welcome Eastcoast“. Was bleibt zu den letzten Tagen zu sagen? Einfach nur entspannt diese Westküste: eine Millionenstadt mit Kleinstadtfeeling, überall herzliche, offene und fröhliche Menschen, wenn man denn mal welche trifft.

Bis bald

Kathrin & Matthias

Back in Singapur – Goodbye Asia

Gut, dass wir auf Anthony gehört haben. Die Cameron Highlands waren wirklich eine Reise wert gewesen. Kuala Lumpur hat dagegen bei uns nicht gerade punkten können. Zum Glück waren wir auch nur für eine Nacht dort – in einem schäbigen Hostel, in dem wir nicht mal duschen wollten. Man muss dazu sagen, dass es zwischenzeitlich auch noch ganz schön geschüttet hat, sodass die Stadt vielleicht auch nicht die Möglichkeit hatte, sich bei uns von seiner besten Seite zu präsentieren. Hinzu kam der anhaltende Haze.

Gerade nochmal Schutz vor dem Wolkenbruch gefunden.
Gerade nochmal Schutz vor dem Wolkenbruch gefunden.

Die wichtigsten Highlights haben wir uns aber doch angeschaut – den Fernsehturm und natürlich die Petronas Towers.

Da muss Kathrin sich ganz schon recken :)
Ganz schön hoch die Petronas Towers.

 

Aber wegen der Dunstglocke über der Stadt haben wir uns den Blick von oben gespart. Positiv überrascht waren wir über die Möglichkeit der schnellen und einfachen Erkundung der Stadt mithilfe der „GO KL“ Busse: ein kostenloses Angebot, mit dem man im „Hop on Hop off“ Stil durch Kuala Lumpur fahren kann.

Trotzdem waren wir froh, als es mit dem Bus zurück nach Singapur ging, um dort unsere letzten Tage in Asien zu verleben. Der Fahrtpreis war ein echtes Schnäppchen. Es sollte sich aber noch zeigen warum. Obwohl als durchgehende Fahrt nach Singapur von uns gebucht, hielten wir zunächst in Johor – eine Stadt nahe der Grenze. Plötzlich verließen alle Reisenden außer uns und zwei ebenfalls verdutzten Niederländern den Bus – Ende der Fahrt! Nach etwas Verwirrung führte uns der Busfahrer zu einem Schalter am Busbahnhof und drückte uns neue Tickets in die Hand. Es stellte sich heraus, dass die Busgesellschaft einen nur bis an die Grenze transferiert und das letzte Stück nach Singapur durch Linienbusse abgedeckt wird. An sich ja kein Problem, wenn man als Reisender auch darüber informiert wird, dass man den Bus wechseln muss. An der Grenzkontrolle von Singapur war unser neuer Bus dann auf einmal auch verschwunden. Ein weiteres Mal stellte sich zum Glück heraus, dass man einfach den nächsten Bus nehmen konnte, der in regelmäßigen Abständen verkehrt. Wir wurden zwar nicht an der beim Kauf der Tickets vereinbarten Busstation rausgelassen, aber auch das gehört wohl zum Nachteil von günstigen Bustickets. Fragt man sich nur warum man nicht vorab darüber informiert wird. Für uns war es also zunächst etwas verwirrend, aber letztendlich nicht schlimm, da wir auch so unsere Unterkunft erreicht haben und nicht unter der Brücke schlafen mussten.

Schließlich waren wir dann „back in Singapur“ – was für ein Kontrast! Dieses Mal hatten wir uns für ein Hostel in Chinatown entschieden. Das Gebiet liegt nahe dem Financial District und der Marina Bay mit dem berühmten Marina Bay Sands Hotel. Hier waren wir umgeben von sauberen und breiten Straßen, viel weniger Hektik, klarerer Luft und einfach einer viel angenehmeren Atmosphäre als in Kuala Lumpur. Erstmal ging es schnell ins Hostel. Hier fanden wir das gleiche Kontrastprogramm vor: sauber, freundlich, hell. Ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zur Absteige in Kuala Lumpur. Wir sprangen also schnell unter die Dusche und fühlten uns wieder frisch wie am ersten Tag 🙂

Die letzte Zeit in Asien verbrachten wir recht entspannt. Wir erkundeten zu Fuß einige Ecken in Singapur und waren mit der modernen Metro (MRT) unterwegs. So sahen wir u.a. den Botanischen Garten, in dem uns verschiedene Tiere begegneten (Echsen, wunderschöne Schmetterlinge, bunte Vögel und sogar auch Eichhörnchen 🙂 ).

Ein entlaufenes Haustier?
Ein entlaufenes Haustier?
Scrat hat seine Nuss gepackt - mal sehen wie lange noch ;)
Scrat hat seine Nuss gepackt – mal sehen wie lange noch 😉

Besonders beeindruckt waren wir von Little India. Man kommt aus der Metrostation und plötzlich hat man das Gefühl in Indien zu sein: auf einmal sind die Straßen gefüllt von Indern in bunten Sari , es gibt haufenweise Stoff- und Schmuckläden und man fühlt sich ein bisschen wie in einer anderen Welt. Wahrscheinlich wirkt alles so authentisch, weil die einheimischen Inder hier auch wirklich leben. Es ist also kein Ort, der für Touristen erschaffen wurde. Chinatown dagegen ist typisch touristisch mit seinen Lampions, Souvenirläden mit aller Hand Kitsch und vielen Essensständen. Natürlich verschafften wir uns auch einen Eindruck von Marina City, dessen Land mal wieder dem Meer abspenstig gemacht wurde. Das Bankenviertel und Marina Bay bieten einen traumhaften Anblick, vor allem nachts mit all den Lichtern! Auf Empfehlung landeten wir mitten zwischen den Wolkenkratzern auf einem Straßen Food Court. Hier gab es Essen aus allen Ecken Asiens und an ein paar Ständen versuchte man auch uns westliche Küche zu verkaufen. Schon interessant, die asiatische Interpretation von italienischer Pizza. Wahrscheinlich in etwa genauso wie die deutsche Variante einer Pekingente.

Food Court inmitten der Wolkenkratzer des Financial District.
Food Court inmitten der Wolkenkratzer des Financial District.

Mit Essen gestärkt, wollten wir schließlich den letzten Abend auf einer Rooftop Bar ausklingen lassen. Also warfen wir uns so gut es unsere Backpacker-Rucksäcke zuließen in Schale. Schließlich hatten wir Großes vor: die Stadt bei Nacht von GANZ oben sehen! Und so landeten wir im 1-Altitude – eine Bar unter freiem Himmel im 63. Stockwerk in luftigen 282 m Höhe. Wahrscheinlich die höchste Freiluftbar der Welt. Es war ein Wahnsinns-Ausblick auf das nächtliche Singapur! Und das Marina Bay Sands Hotel wirkte auf einmal ziemlich mickrig. Aber seht selbst…

Blick auf das kleine Marina Bay Sands :)
Blick auf das kleine Marina Bay Sands 🙂

Auf der Roof Top Bar 1-Altitude.
Auf der Roof Top Bar 1-Altitude.

Mittlerweile sitzen wir im Flieger nach Australien und die Reise geht nach Perth. Zudem ist unsere Gruppe etwas geschrumpft – für uns geht es nun zu zweit weiter und Christian ist zurück auf dem Weg nach Deutschland.

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Abschied am Flughafen von Singapur.

Zeit ein kleines Fazit unserer ersten großen Etappe – Asien – zu ziehen. Interessant und abwechslungsreich war es hier: große Städte, Wolkenkratzer, Sonne, Strand und Meer, Dschungel, Wasserfälle, einsame Inseln, stickige Großstadthitze und kühles Bergland haben wir erlebt. Und natürlich auch leider jede Menge Haze. Dafür gab es viele freundliche und hilfsbereite Menschen, die uns fast immer vertrauensvoll weitergeholfen haben. Aber wir mussten tatsächlich erst einmal lernen, nicht hinter jedem Angebot oder Tipp selbstsüchtige Absichten des Gegenübers zu vermuten. Bestes Beispiel ist unsere Ankunft in Melaka. Wir hatten uns Name und Adresse eines Hostels herausgesucht. Uns bereits in der Nähe unseres Ziels suchend umschauend sprachen uns Einheimische auf der Straße an, wo wir denn hin wollen. Wir nannten unser Hostel und sie führten uns zu einem nahe gelegenen Eingang, dessen Name definitiv nicht unserem gesuchten Hostel entsprach. Auf Nachfrage versicherten sie uns, dass die beiden Unterkünfte zusammengehören. Wir waren skeptisch und so führten sie uns weiter zu unserem eigentlichen Ziel. Die Rezeptionistin dort freute sich über unseren Besuch meinte jedoch, dass wir zur Buchung leider woanders hin müssen. Und wo landeten wir? Im selben Eingang, den uns zuvor bereits die Einheimischen gezeigt hatten. Die beiden Hostels gehörten also tatsächlich zusammen. Unsere Zeit in Asien war ein guter Einstieg in unsere Reise mit interessanten Erfahrungen und Unternehmungen. Und trotzdem freuen wir uns nun sehr auf Australien. Denn eins haben wir festgestellt – auf Dauer ist Asien nichts für uns, leben und arbeiten können wir uns hier nicht vorstellen. Vor allem angesichts der eher weichen, suppigen Speisen mit viel Reis und Nudeln, wobei man immer aufpassen muss, dass es am Ende nicht doch zu scharf ist, freuen wir uns bereits auf Abwechslung. Wir haben viele liebenswerte und offene Menschen getroffen (z.B. Alvin, Anthony und Brad) und mit Ihnen fast ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Man ist hier sehr willkommen und vielleicht kehren wir ja irgendwann zu einem Inselurlaub nach Langkawi oder einer ausgiebigen Trekking-Tour in die Cameron Highlands zurück!?

Aber jetzt machen wir uns erstmal eine schöne Zeit in Australien!

Bis bald

Kathrin & Matthias

Malaysia – erste Sommerbräune getankt

Da wir in Deutschland diesen Sommer keine Gelegenheit hatten uns ausgiebig in der Sonne zu aalen, haben wir das jetzt einfach nachgeholt. Der nächste Tag auf Langkawi stand ganz im Zeichen von Sonne, Strand und Meer! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen 🙂

 

Einsamer Strandspaziergang.
Einsamer Strandspaziergang.

 

Einzigartige Strandnixe auf Langkawi gesichtet :)
Einzigartige Strandnixe auf Langkawi gesichtet 🙂

 

Den folgenden Tag wollten wir dann aber wieder nutzen um etwas von der Insel zu sehen. Auf Langkawi gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse sondern man bewegt sich mit dem Taxi von A nach B. Wem das zu unflexibel und teuer ist, der fährt Moped! Die Entscheidung sich einen Roller zu leihen, fiel vor allem bei dem unschlagbaren Preis von 30 Ringgit  (umgerechnet ca. 6,30 € ) für 24 Stunden nicht schwer. Einen Liter Sprit gab es übrigens für ca. 0,40 €. Vielleicht sollten wir besser hier bleiben?

 

Startklar zur Moped-Tour
Startklar zur Moped-Tour.

 

Früh ging es also los zum Oriental Village. Es sah ganz anders aus als erwartet und viel los war gegen 10 Uhr auch noch nicht. Wir haben sowieso feststellen müssen das es in Malaysia gar nicht so einfach ist vor 9 Uhr Frühstück zu bekommen. Aber bisher mussten wir nie hungern.
Das Dorf liegt übrigens am Fuße des Mount Mat Cincang – mit stolzen 705m immerhin der zweithöchste Berg von Langkawi. Es gibt eine Gondel die über eine Zwischenstation auf 652,5m bis zum Gipfel führt. Dort oben gibt es auch eine 125m lange Sky Bridge. Sie gehört zu den längsten gebogenen Fußgänger-Brücken der Welt.
Nachdem wir genug vom Dorf hatten, das doch mehr eine Art kleiner Freizeitpark mit lauter „Touri-Attraktionen“ war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Seven Wells Wasserfall. Wir entdeckten einen kleinen Pfad durch den Regenwald und folgten der Beschilderung. Über zahlreiche Stufen ging es immer steil bergauf. Aber ein Wasserfall muss ja auch irgendwie von oben beginnen. Irgendwann sahen wir neben uns die Gondel und dachten nur – man muss das ein hoher Wasserfall sein. Wir hatten gelesen, dass man 638 Stufen erklimmen muss. Die hatten wir jedoch längst überschritten. Wir wollten unser Ziel aber unbedingt erreichen, denn in dem Wasserfall sollte man auch Baden können und eine Abkühlung war uns allen nur recht. Also ging es weiter steil bergauf. Irgendwann mussten wir uns dann doch eingestehen, dass wir wohl irgendwo eine Abzweigung verpasst hatten. Es wurde mittlerweile auch schon echt frischer und man hörte die Gondelanlage immer näher. Die Vermutung vielleicht bei der Zwischenstation zu landen bestätigte sich. Plötzlich standen wir direkt davor. Die verdutzten Mitarbeiter konnten sich nicht erklären wie wir hier oben gelandet waren. Sie wussten gar nicht dass es einen Weg gibt. Da wir nun eh einmal oben waren und für die Fahrt nach unten den vollen Preis zahlen mussten (nur Talfahrt gab es nicht wahrscheinlich weil keiner so blöd ist bei der Hitze bis hoch zu laufen), fuhren wir noch bis ganz auf den Gipfel. Leider lag alles im Nebel sodass man eigentlich nicht wirklich was sehen konnte. Unsere Ausblicke von der Wanderroute waren da um einiges besser gewesen. Es hatte sich also wenigstens gelohnt!

Unser eigentliches Ziel haben wir dann aber doch noch erreicht. Allerdings mit Hilfe der Mopeds. Und es war großartig! Wir hätten Tage in dem klaren, kühlen Nass verbringen können. Das hatten wir uns nach der schweißtreibenden Klettertour redlich verdient 🙂   

 

Nach einem kühlen Bad in den Seven Wells Wasserfällen
Nach einem kühlen Bad im Seven Wells Wasserfall.

 

Für den nächsten Tag hatten wir eine Jetski Tour geplant. Total genial. Nur wir drei zusammen mit zwei Guides düsten wir ab durchs Meer. Wir besuchten einsame Inseln, konnten schnorcheln und hatten jede Menge Spaß. Zudem lernten wir auf der Lion Island Brad kennen, der uns spontan über die wundervolle Insel führte. Es gab wieder einen Wasserfall indem man baden konnte und wir sahen die atemberaubende, unberührte Natur. Bei Gitarrenklängen, Gesang und mit einem Drink in der Hand ging die Tour dem Ende zu. Wir würden es jederzeit wieder machen!

 

Kathrin startet ihren Jetski
Kathrin startet ihren Jetski.

 


Schließlich wurde es Zeit Langkawi zu  verlassen und Anthonys Rat zu befolgen in die Cameron Highlands zu fahren. Also ab nach Tanah Rata. Die Landschaft ist hier echt beeindruckend. Und aufgrund der höheren Lage ist es auch viel kühler als im Rest von Malaysia, den wir bisher bereist haben. Hier ist ein echt erholsamer Schlaf möglich, wären da nicht die Muezzin, die spät abends und morgens bereits um fünf zum Gebet rufen.
Wir besichtigten die Teeplantagen, wanderten durch den Mossy Forest, besuchten eine Erdbeerfarm und genossen die Natur. Zwischendurch könnte man fast denken, in Holland gelandet zu sein, ob der großen Salat- und Blumenfelder. Die Cameron Highlands gehören zu den weltweit größten Produzenten in diesem Metier. In jedem Fall sind sie eine Reise wert. Nur leider regnet es hier auch oft.

 

In den Cameron Highlands
In den Cameron Highlands.

 

Aussicht über die Teeplantagen der Cameron Highlands.
Aussicht über die Teeplantagen der Cameron Highlands.


Um nicht einen ganzen Tag im Bus verbringen zu müssen und uns selbst ein Bild von der Stadt machen zu können, ging es dann doch noch für einen kurzen Zwischenstopp nach Kuala Lumpur. Wie es uns dort gefallen hat, lest ihr in unserem nächsten Eintrag…

Malaysia – die ersten Tage im „Haze“

Erstmal vorweg: Leider gibt es erst jetzt Neuigkeiten von uns, da wir Probleme mit dem Internet hatten. Weiterhin arbeiten wir noch daran, Fotos größer und in besserer Qualität hochzuladen, mal schauen wann es soweit ist.

Die Tage vergehen wie im Flug. Man könnte meinen die Zeit dreht sich in Malaysia noch schneller als in Deutschland.

Nachdem das Glück auf unserer Seite war und wir keine nächtlichen Zuwanderer in unserem Hostelzimmer in Singapur erhielten, ging es am nächsten Morgen zeitig los zur Busstation. Wir waren überrascht über unseren luxuriösen Bus – die Sitze ließen sich fast in Liegeposition stellen.

 

Äußerst komfortabel, diese malaischen Busse!
Äußerst komfortabel, diese malaischen Busse!

 

Die Klimaanlage war zwar etwas kalt eingestellt, aber das scheint ja schon fast eine Art Wettbewerb der wärmeren Länder zu sein – wer schafft den größten Unterschied zwischen Außentemperatur und klimatisierten Innenräumen? Bisher ist unser persönlicher Gewinner jedoch noch die Metro in Dubai. Mit Pulli und Jacke ließ es sich aber dann im Bus aushalten. Nach erfolgreicher Grenzkontrolle durften wir nach Malaysia einreisen. Nach ca. 4 Stunden Busfahrt erreichten wir unser Ziel – Melaka – die älteste Stadt von Malaysia! Da sich der Busbahnhof etwas abseits der Innenstadt befand, gönnten wir uns gleich mal unsere erste „Teksi“-fahrt. Der Taxifahrer war begeistert endlich Kunden zu haben, denn er wollte eh noch einen Kumpel in die Stadt bringen. So kamen wir also sehr gelegen.

Nachdem wir uns ein Hostel gesucht hatten, erkundeten wir etwas die Stadt und entdeckten schließlich ein gemütliches Straßencafé am Fluss, wo wir uns verschiedene asiatische Gerichte auftischen ließen. Mit gut gefülltem Magen und noch immer einer großen Portion Müdigkeit im Gepäck war der Plan zeitig ins Bett zu gehen. Doch bei der Recherche einiger Fakten über Melaka lernten wir im Common – Room des Hostels Alvin kennen – ein Malaie, der eigentlich in Penang wohnt, aber gerne Zeit in Melaka verbringt. Er kannte sich also fast so gut aus wie ein Einheimischer und war voller Enthusiasmus, was man in der Stadt alles gesehen und gemacht haben muss. Kurzentschlossen ging es also wieder nach draußen und wir machten einen erneuten Spaziergang durch Melaka – dieses Mal jedoch in Dunkelheit. Wir lernten, dass unser Hostel und die Umgebung vor ca. 15 Jahren noch Teil des Meeres waren. Hier hat es also in den letzten Jahren riesige Landgewinnung gegeben. Zudem war Melaka früher eine große Hafenstadt mit regem Handel und wurde u.a. von den Portugiesen, Holländern und zuletzt von den Briten erobert. Unsere Tour führte uns vorbei an der Porta de Santiago (dem letzten Überbleibsel der portugiesischen Festung „A Famosa“), auf den St. Pauls Hills und wieder hinab in die Stadt zur Jonker Street – eine am Wochenende sehr belebte Straße aufgrund des dort stattfindenden Nachtmarktes. Aber diesen wollten wir uns dann doch lieber für den nächsten Abend aufheben. Dass Alvin nicht doch eher Japaner ist, konnten wir nur schwer glauben – überall mussten wir uns für ein Foto positionieren und das Ganze auch gleich noch mit zwei Kameras festhalten. Hier eine kleine Auswahl – doch leider ließ die Menge an Fotos auch die Qualität sinken…

 

Mit Alvin am Clock Tower in Melaka.
Mit Alvin an der Queen Victoria’s Fountain in Melaka.

 

So weit gereist und doch in Holland gelandet...
So weit gereist und doch in Holland gelandet???

 

Endlich im Bett liegend, stellten wir erschrocken fest, dass wir schon vor dem Nacht Walk durch Melaka Alvins Einladung zum Mittagessen für den nächsten Tag angenommen hatten. Er wollte für uns etwas typisch Chinesisches kochen. Also begann der nächste Tag statt mit einem entspannten Frühstück am Fluss mit Suppe aus gekochten Hühnerfüßen (die natürlich noch mit drin lagen) und medium-scharf gebratenem Reis, der es dennoch in sich hatte. Natürlich brachte Alvin auch noch einen großen Teller Reis mit „Originalschärfe“ – nur zum Probieren versteht sich. Wer uns kennt, weiß bestimmt, wer sich bei dieser Art von Frühstück dezent im Hintergrund gehalten hat 🙂

Den Rest des Tages, von dem gar nicht mehr so viel übrig geblieben war, verbrachten wir mit Sightseeing (u.a. besichtigten wir einen wunderschönen Sultanspalast) und dem noch ausstehenden Walk durch die Jonker Street. Hier probierten wir uns kulinarisch ein wenig durch die Straßenstände. Die Preise für einheimisches Essen und Trinken sind hier im Vergleich echt unfassbar günstig. Unser erstes Abendessen hatte uns umgerechnet knapp 7 Euro gekostet – und zwar für alle drei zusammen inklusive Getränke!

Wir hatten Glück, dass wir Melaka am Wochenende erleben durften. Dadurch herrschte ein buntes Treiben: die Rikscha-Fahrer hatten Hochsaison und so waren die Straßen schnell voll mit dichtem Gedränge!

 

"Frozen" war das Motiv schlechthin für Rikschas in Melaka.
„Frozen“ war das Motiv schlechthin für Rikschas in Melaka.

 

Wie leer die Stadt an einem Montag ist, erfuhren wir am nächsten Tag. Bevor wir unsere Weiterreise antraten, wollten wir noch das Frühstück am Fluss nachholen. Doch wir mussten feststellen, dass um 8.30 Uhr noch keine Cafés geöffnet haben. Also ging es direkt zur zentralen Busstation und wir lösten die nächste Fahrt nach Butterworth…

Nach über 8 Stunden Busfahrt und einer kleinen Fährfahrt erreichten wir George Town. Im Gegensatz zu Melaka stellten wir hier schnell fest, dass wir nicht die einzigen Backpacker sind. Hier handelt es sich vergleichsweise um eine Touristenhochburg. Müde und hungrig von der langen Fahrt warfen wir unsere Rucksäcke im Hostel ab und suchten gleich die nächste „Straßenküche“ auf. Es gab Wan Tan Mee – und beim Essen lernten wir gleich den nächsten Einheimischen kennen – Anthony. Ein netter Malaie, der uns davon abriet, unsere Zeit in Kuala Lumpur zu „verschwenden“ und lieber unseren Plan zu fokussieren einen Abstecher in die Cameron Highlands zu machen. Wir werden sehen wie es ausgehen wird… Mit den Malaien in Kontakt zu kommen, scheint also nicht besonders schwierig zu sein und funktioniert am besten übers Essen! 😉

Anschließend gingen wir noch etwas ziellos durch die Straßen und stolperten in bunte Zeremonien und Tempelanbetungen. Alles sah nach einer Art chinesischem Volksfest aus. Wir haben noch nicht ganz rausfinden können, um welches Event es sich genau handelt. Vielleicht kann uns ja jemand weiterhelfen?

 

Chinesische Räucherstäbchen?
Chinesische Räucherstäbchen?

 

Auf dem Weg zurück ins Hostel faszinierte uns ein Live-Musiker mit seinem Gesang, sodass wir in einer Bar bei guten Cocktails und Bier versackten. So war es mal wieder ganz schön spät geworden. Also beschlossen wir spontan noch eine Nacht in George Town zu bleiben.

 

Ein leckerer Cocktail :)
Entspannen bei Live-Musik und einem leckeren Cocktail 🙂

 

Den folgenden Tag nutzen wir den Hop-on Hop-off Bus. Kurz vor der Station „Botanischer Garten“ fing es an richtig zu schütten. Wir beschlossen trotzdem auszusteigen, denn ein schlauer Kopf der Gruppe meinte, dass es nur ein kurzer Schauer sein wird (Namen werden hier aus Rücksicht auf Diskretion nicht genannt). Der Regen hielt dann doch den ganzen Tag bis in die Nacht hinein an – so können sich auch schlaue Köpfe täuschen. Dennoch machten wir das Beste draus und spazierten durch den Botanischen Garten. Dafür bekamen wir am Ende sogar noch eine spontane „Affenshow“ zu sehen.

 

So tragen malaische Affen ihre Babies.
Auch die Affenmami mit Baby war mit von der Partie.

 

Nicht aufzuhalten, stiegen wir auch beim Kek-Lok-Si Tempel aus – der größte buddhistische Tempel Malaysias und sehr eindrucksvoll, auch bei Regen!

 

Ein Bereich des Kek-Lok-Si Tempels von oben.
Ein Bereich des Kek-Lok-Si Tempels von oben.

 

Buddhistische Pagode.
Buddhistische Pagode.

 

Wir beide oben auf der Pagode.
Wir beide oben auf der Pagode.

 

Irgendwann waren wir aber wirklich pitschnass und sogar am Frieren – erst recht als es mit dem Bus und hochgefahrener Klimaanlage zurück zum Hostel ging… Aber wir sind nicht erfroren, und so nahmen wir am  nächsten Morgen die Fähre nach Langkawi. Das Wetter ist nun wieder auf unserer Seite, darum gab es auch gleich ein paar Stunden am Strand – fast menschenleer und das Wasser „pupswarm“.

Viel los scheint hier momentan nicht zu sein. Man muss dazu sagen, dass Malaysia momentan im „Haze“ liegt. In Indonesien wurden illegal Brände gelegt, um Flächen für die Landwirtschaft zu schaffen. Das hat insbesondere in den letzten Tagen auch den Flugverkehr in Malaysia lahmgelegt, da die Flugzeuge vom Radar nicht mehr erkannt werden konnten (so berichtete die Frau vom Verkauf der Fährtickets). Wir lernen das Land also anscheinend nicht in seiner vollen Pracht kennen. Zu Beginn dachten wir gerade bei Melaka, dass es hier normal sei, dass man den Himmel nicht sieht. Aber heute konnten wir schon mal einen Blick auf ein paar Wolken und sogar die Sonne erhaschen. In Kuala Lumpur wurden wegen dem Smog wohl auch Mitte September kurze Zeit Schulen geschlossen und es gibt vermehrt Probleme mit Atemwegserkrankungen. Wir sind gespannt, was es bei uns für Auswirkungen geben wird!? Bislang geht es uns allen gut und die Luft ist auch noch nicht knapp geworden.

In Singapur angekommen

Wir haben es tatsächlich noch geschafft alles Notwendige zu erledigen. Und am Ende gab es sogar fertig gepackte Rucksäcke!

Die Rucksäcke sind gepackt.
Das Ränzlein… – ach nee, die Rucksäcke sind gepackt.

Also ging es nach einer kurzen Nacht ab nach Frankfurt.

Abflugbereit am Frankfurter Flughafen.
Abflugbereit am Frankfurter Flughafen.

Dort übten wir uns gleich im Self-Boarding – man weiß ja nie in welchen Ländern man das noch gebrauchen kann und dann ging es auch schon los.

 

Und Tschüss :)
Und Tschüss 🙂

Damit wir nicht von Anfang an auf uns allein gestellt sind, begleitet uns in der ersten Zeit in Singapur und Malaysia noch Matthias Bruder Christian.

 

Matthias Bruder Christian begleitet uns in Singapur und Malaysia.
Auf geht’s – zunächst zu dritt.

Nachdem wir mit etwas Verspätung in Frankfurt gestartet sind, verkürzte sich unser Zwischenstopp in Hong Kong auf unter eine Stunde. Und damit nicht alle auf uns warten mussten, wurden wir kurzerhand vom Gate abgeholt und zum neuen Abfluggate gebracht. Was für ein Service 🙂 Leider ist es uns nicht gelungen die Zeit im Flieger zum Schlafen zu nutzen – und das lag übrigens nicht am Entertainementprogramm der Airline.

Nach über 14,5 h reiner Flugzeit sind wir dann endlich in Singapur gelandet. Und gleich der erste Schreck – nur ein Rucksack war auf dem Gepäckband zu finden. Wir hatten schon damit gerechnet, dass es aufgrund der sehr kurzen Umstiegszeit in Hong Kong vielleicht zu Problemen mit dem Gepäck kommen könnte, aber wenn es EIN Rucksack schafft, dann ja wohl ALLE! Und so war es dann zum Glück auch. Die anderen zwei Rucksäcke hatte schon jemand (freundlicherweise) neben das Gepäckband gelegt. Also alles angekommen!

Etwas schlaftrunken haben wir uns dann den Weg zum Hostel gesucht und hier lässt es sich auf jeden Fall aushalten. Momentan haben wir noch ein 8-Bett-Zimmer zu dritt. Hoffen wir mal, dass das für diese Nacht so bleibt. Da wir beschlossen haben, dass Singapur zunächst nur unsere „Transitzone“ nach Malaysia ist, sind wir gleich nochmal losgestiefelt und haben einen Bus für den nächsten Tag gebucht. Danach gab es noch einen kurzen Stop im Food Court. Hier versuchten wir uns gleich an der heimischen Küche, wählten aber zunächst nur die Medium-Schärfe. Zum Glück – denn das war feurig genug!

Food Corner in Singapur - Nasi Goreng medium - trotzdem ganz schön scharf! Puh!
Food Court in Singapur – Nasi Goreng medium – trotzdem ganz schön scharf! Puuuuh!

So nun schnell schlafen, damit wir fit sind für die Reise nach Malaysia. Nach Singapur werden wir dann in ca. 2 Wochen zurückkehren….

Bis bald

Kathrin & Matthias